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Kuchen servieren im Gebirge

12.05.2022 05:30, Von Lea Richtmann — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Claude Quenot ist der Wirt einer Berghütte. Er beherbergt Menschen aus der ganzen Welt, die das Gebirge erkunden wollen. Deshalb gibt es viel zu tun: Morgens Frühstück machen, Zimmer herrichten und organisieren, dass genug Essen mit dem Hubschrauber gebracht wird.

Frankreich, Chamonix: Die Berghütte „Refuge du Plan de l’Aiguille“ liegt an einem Berghang. Dahinter geht es steil ins Tal hinunter. Auf dem rechten Bild ein Blick auf die Nadel-Felsspitzen und den Mont Blanc (weiß bedeckt, rechts im Bild) Fotos: Lea Richtmann/dpa
Frankreich, Chamonix: Die Berghütte „Refuge du Plan de l’Aiguille“ liegt an einem Berghang. Dahinter geht es steil ins Tal hinunter. Auf dem rechten Bild ein Blick auf die Nadel-Felsspitzen und den Mont Blanc (weiß bedeckt, rechts im Bild) Fotos: Lea Richtmann/dpa

Wenn Claude Quenot aus dem Fenster blickt, sieht er in allen Richtungen hohe Berge. Er ist der Wirt einer Hütte, die mitten im Gebirge steht. Guckt er den Hang hoch, geht es noch viel weiter hinauf, bis man ganz oben zackige Felsspitzen erspähen kann. Guckt er in die andere Richtung hinab, schaut er in ein tiefes Tal, in dem eine kleine Stadt steht. Sie heißt Chamonix-Mont-Blanc und liegt in den französischen Alpen.

Es gibt viele Menschen, die die Berge hinaufsteigen und erkunden wollen. Weil die Touren sehr lang werden können, gibt es an einigen Stellen Berghütten. Dort kann man eine Pause machen, etwas essen und manchmal auch übernachten. Claude Quenot leitet die Hütte mit Namen „Refuge du Plan de l’Aiguille“.

Das französische Wort für Hütte ist refuge. Claude Quenot erzählt: „Früher sind die Menschen an einem Tag aus dem Tal hier hochgewandert. Sie haben hier übernachtet und sind am nächsten Tag auf einen Gipfel geklettert. Heute gibt es auch eine Gondel.“ Trotzdem kommen nach wie vor viele Menschen auf die Hütte. Heutzutage auch häufig Familien mit Kindern, und sogar ganze Schulklassen.

Auf der Hütte gibt es immer viel zu tun. „Im Sommer arbeiten wir hier zu viert“, erklärt der Hüttenwirt. Manche Gäste wollen sehr früh zu ihrer Tour aufbrechen.

Dann wird ihnen schon um 3 Uhr morgens Frühstück angeboten. Dafür muss aber nur eine Person vom Team aufstehen. Manchmal kann sie danach kurz weiterschlafen, bis ab 5.30 Uhr das normale Frühstück losgeht.

Anschließend werden verschiedene Arbeiten im Haus gemacht. Zum Beispiel bereiten der Hüttenwirt und die anderen die Zimmer für die nächsten Gäste vor. Mittags und bis 4 Uhr nachmittags kommen viele Menschen zum Essen. Das Team kocht und serviert. Es gibt auch eine tolle Auswahl an Kuchen, da Claude Quenot gelernter Zuckerbäcker ist. Um 19 Uhr gibt es für die Leute, die übernachten, Abendessen.

Insgesamt geht die Arbeit bis ungefähr 22 Uhr. Ein langer Tag. Auch das Essen muss herangeschafft werden, auf dem Berg gibt es ja keinen Supermarkt. „Jeden Abend geht eine Person ins Tal hinunter und bringt morgens frisches Brot und Salat mit der Gondel bis zur Mittelstation. Den restlichen Weg zur Hütte wird das dann im Rucksack transportiert“, sagt Claude Quenot. Alle anderen Lebensmittel werden mit dem Hubschrauber gebracht.

Die Hütte ist nur im Sommer bewirtet. Was macht Claude Quenot dann den ganzen Winter über? „Früher habe ich manchmal die Hütte renoviert oder im Tal in der Gastronomie gearbeitet“, berichtet er. „Aber jetzt ruhe ich mich immer aus und mache selbst Wanderungen und Skitouren. In vier Jahren gehe ich in Rente, da fange ich jetzt schon mal an, das Nichtstun zu üben.“

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