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Komische Bäume mit seltsamen Zeichen suchen

14.10.2021 05:30, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Im Wald sieht eine Ecke oft aus wie die andere. Hier die Übersicht zu behalten, ist manchmal schwer.

Auch der acht Jahre alten Julia ist es so gegangen, als sie sich verlief. Zwei Tage war sie alleine im Wald. Am Dienstag wurde sie endlich gefunden.

Viele Menschen hatten mit der Familie mitgehofft. Am Dienstag kam dann die entscheidende Nachricht: Julia wurde gefunden! Die Achtjährige hatte sich beim Wandern mit ihrer Familie im Böhmerwald verlaufen. Zwei Tage dauerte die Suche nach ihr.

Um sich nicht zu verlaufen ist es gut immer auf den Wegen zu bleiben

Wenn du auch gern draußen bist, beschäftigt dich das vielleicht. Damit du dir keine Sorgen machen musst, dich draußen zu verlaufen, hat eine Expertin einige Tipps. „In Deutschland gibt es ein ziemlich dichtes Netz an ausgeschilderten Wanderwegen. Wenn man in der Natur unterwegs ist, ist es immer gut, diese Wege nicht zu verlassen“, erklärt Maria Venus vom Bund der Pfadfinderinnen und Pfadfinder.

Außerdem sollte man immer wieder nach Wegweisern und Markierungen Ausschau halten. Diese aufgemalten Zeichen oder kleinen Schilder sind manchmal ein bisschen versteckt. „Man kann mit seinen Wanderfreunden ein kleines Spiel daraus machen und immer gucken, wer das nächste Zeichen als erstes sieht“, schlägt die Pfadfinderin vor. Ein anderer Tipp: Merke dir unterwegs auffällige Punkte, einen komisch gewachsenen Baum etwa oder eine Hütte. „Wenn man sich doch mal ein bisschen verzettelt und zurückgehen muss, weiß man dann: Hier war ich schon mal!“

Immer da stehen bleiben wo man gerade ist

Und wenn man plötzlich doch nicht mehr weiß, wo man ist? „Wenn man erwartet, dass andere nach einem suchen werden, macht es Sinn, da zu bleiben, wo man ist“, sagt Maria Venus. Am besten stellt man sich so hin, dass man gut gesehen wird und ruft nach den Eltern. Glaubt man, dass man den Weg zurückfindet, könne man das versuchen. Man sollte sich aber nicht allzu weit wegbewegen.

Auch auf Geräusche könne man achten: Fährt hier in der Nähe gerade ein Auto vorbei? Dann könne man zu der Straße gehen, denn dort kommen wahrscheinlich regelmäßig Menschen vorbei, die einem helfen können.

Julia wurde am Dienstag von einem Förster entdeckt. „Auf einmal stand die kleine Julia vor uns“, erzählte dieser am Mittwoch. Der Förster wickelte Julia in seine Jacke und alarmierte weitere Helfer. dpa

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