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Kometen erzählen von der Vergangenheit

02.06.2012, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Das Weltall ist riesig, und dort ist eine Menge los. Viele verschiedene Dinge fliegen umher. Einige sind von der Erde hochgeschossen worden, andere sind mit dem Universum entstanden. Dazu gehören Kometen. Was das genau ist, erklärt Volker Bothmer. Er erforscht unter anderem, warum sich Dinge im All auf welche Weise bewegen.

Er ist Astrophysiker. dpa-Nachrichten für Kinder erzählte er, was Forscher an Kometen interessiert.

Was sind Kometen?

Es sind Brocken aus Gas und Staub, die durch unser Sonnensystem fliegen. Weil es dort so kalt ist, sind sie gefroren. Man kann also sagen, es sind schmutzige Schneebälle. Entstanden sind sie vor sehr langer Zeit: vor etwa fünf Milliarden Jahren, aus einer riesigen Gaswolke, die bei der Geburt der Sonne und der Planeten aufwirbelte.

Was interessiert Forscher wie Sie an diesen alten Brocken?

Da sie ja so alt sind, ist es spannend, aus was für Materialien die Kometen bestehen. Diese Materialien erzählen von der Vergangenheit und auch von der Zeit, zu der die Erde entstand. Deshalb will man darauf landen und Proben nehmen. Die Sonde Rosetta wird das im Jahr 2014 zum ersten Mal machen, sie soll zu einem Kometen reisen, der Gerasimenko heißt.

Stimmt es, dass wir Kometen als Sternschnuppen am Himmel sehen können?

Wenn wir eine Sternschnuppe sehen, dann sehen wir einen Schweif, der aus Staubteilchen besteht. Dieser Schweif gehört tatsächlich zu einem Kometen. Er entsteht, wenn der Komet der Sonne nahekommt: Dann lösen sich durch die große Hitze Eis und Staub von der Oberfläche. Das kann man mit dem Dampf vergleichen, der aus einem Topf aufsteigt, wenn man darin Wasser kocht.

Und warum sieht das dann aus wie ein leuchtender Schweif?

Der Komet bewegt sich um die Sonne, und auf seiner Bahn sammeln sich die Staubteilchen hinter ihm. Wenn die Erde sich durch einen Staubschweif bewegt, können wir am Nachthimmel leuchtende Sternschnuppen sehen. Das sind dann Staubteilchen des Kometen, die in der Erdatmosphäre verglühen.

Kometen können auch auf die Erde fallen. Ist das gefährlich?

Das kann gelegentlich passieren, ja, und es kann auch gefährlich sein. Man sagt ja zum Beispiel, dass die Dinosaurier ausgestorben sind, weil ein größerer Gesteinsbrocken auf der Erde eingeschlagen ist und eine riesige Staubwolke aufgewirbelt hat. Aber man schätzt, dass nur einmal im Laufe von einhundert Millionen Jahren die Erde von einem solch großen Brocken getroffen wird. Und das Risiko, dass zum Beispiel gerade auf eine Stadt in Deutschland ein Komet fällt und das auch noch in den nächsten, sagen wir, hundert Jahren, ist extrem gering.

Warum?

Der Weltraum ist groß, da ist eine Menge Platz. Und es würde auch noch darauf ankommen, wie groß der Komet ist, der da abstürzt. Auch Meteoride

und Asteroiden sind verschieden große  Gesteinsbrocken, die zusätzlich zu den Kometen durch das Sonnensystem fliegen.

Bei diesen Gesteinsbrocken ist aber kein Schweif sichtbar. Wir halten im Weltall sogar mit den Kameras unserer Sonnensonden ständig nach solchen Brocken Ausschau.

Glücklicherweise haben wir bisher keinen ausfindig gemacht, der uns in den nächsten Hunderten von Jahren treffen könnte.

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