Paulas Nachrichten

Kofi erzählt von Ghana

29.05.2010, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Angst vor Hunden kennt Kofi nicht. Denn in seiner Heimat in Afrika gibt es ganz andere Tiere, vor denen dem Jungen bange war: giftige Schlangen. „Sie sind überall. Bei uns kann man nicht einfach ins Gebüsch gehen und Bälle holen. Wenn man das macht, wird man ganz sicher von einer Schlange gebissen“, erinnert sich der 15-Jährige aus Ghana.

Er hat da aber einen Trick: „Ich warte, bis jemand vor mir den Weg entlanggeht. Dann laufe ich Schritt für Schritt hinterher.“ Kofi kommt aus Ghana, einem Land im Westen Afrikas.

Mit zehn Jahren hat er das Land verlassen. Nun wohnt er mit seinen Eltern und seiner kleinen Schwester in Düsseldorf in Nordrhein-Westfalen. Vor dem Umzug war sein Leben vollkommen anders, erzählt Kofi: „In Ghana ist alles im Freien. Es gibt keine Hallenbäder mit Chlorwasser wie hier.“ Wenn er schwimmen wollte, sprang er einfach in einen Fluss. Auch die Schule war anders, erzählt Kofi. Die Lehrer waren strenger, meint er. Außerdem musste er eine Schuluniform tragen. Ob er das gerne mochte? „Es geht so“, sagt er. Jeden Morgen versammelten sich die Schüler auf dem Schulhof und sangen die Nationalhymne von Ghana. Und dann beteten sie alle zusammen. Denn Kofi war damals auf einer katholischen Schule.

Kofi kommt aus einer kleinen Stadt namens Pepease. Dort wohnte er in einem großen Haus – zusammen mit seiner ganzen Familie: Mutter und Schwester, Großeltern, mit Onkel und Tanten, und vielen Cousinen und Cousins. Ihr Garten war so groß wie mancher Schulhof. Mittendrin stand ein Orangenbaum. Außerdem wuchs dort allerlei Leckeres – zum Beispiel Paprika. Inzwischen spricht Kofi natürlich auch Deutsch. Er kann aber auch Twi. Das ist eine von vielen Sprachen in Ghana. Wenn Kofi Freunde aus dem afrikanischen Land fragt, wie es ihnen geht, dann sagt er: „Etisen?“. Geht es ihnen gut, antworten sie: „Eye“. Außerdem spricht Kofi Englisch. Auf Englisch sind die wichtigen Dokumente in Ghana verfasst. Die Sprache können sehr viele Menschen in Ghana.

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