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Kochen und abwaschen: Im Pfadfinderlager

23.07.2011 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Pfadfinder haben ihre eigenen Regeln und Grundsätze und fahren gemeinsam in Zeltlager. Wir haben Kinder in einem Pfadfinderlager in Brandenburg besucht.

Samstagmorgen, 10.30 Uhr, irgendwo in einem Wald in Brandenburg. Ein paar Kinder in blauen Hemden laufen mit Töpfen und Stöcken durch das Unterholz: Sie suchen nach Essbarem. Rinden von Birken zum Beispiel oder Brennnesseln. Nicht weil sie so viel Hunger haben – sie sind Pfadfinder. Und heute heißt für einige das Thema „Essen aus der Natur“.

Dabei geht es darum, sich in der Natur zurechtzufinden, erklärt die Leiterin des Pfadfinderlagers. Etwa zwanzig Kinder sind an diesem Wochenende in dem Zeltlager dabei.

Nach der Ankunft mit dem Bus hieß es erst mal: Zelte aufbauen. Die jungen Pfadfinder schlafen mit Schlafsack in einem der drei großen Zelte. Sie liegen auf einer Isomatte oder auf einem Schaffell. „Ich schlafe lieber auf dem Fell“, sagt die zehnjährige Belana, „da ist der Boden weicher.“ Die vielen Leute im Zelt können aber manchmal nerven: „Vor allem wenn ich schlafen will, und im Zelt wird noch ewig gequatscht“, erzählt der neunjährige Carl-Leon.

Für Belana ist es der dritte Ausflug in ein Pfadfinderlager. Ihr Papa hat die Pfadfindergruppe in ihrer Nähe zufällig im Internet entdeckt. „Am besten gefällt mir, wenn sich die Großen Geschichten ausdenken, und wir müssen die dann lösen“, sagt Belana. Einmal machten sie zum Beispiel eine Art Schnitzeljagd durch den Wald. Das Ziel: einen Gefangenen vor dem Drachen retten. „Das war toll“, schwärmt sie. Außerdem mag sie die Regeln der Pfadfinder, wie: immer mit anpacken, wenn jemand Hilfe braucht.

Gegessen wird in einem großen Gemeinschaftszelt. Es ist rund und hat ein Loch im Dach, wie ein Indianerzelt. Darunter ist die Feuerstelle. „Hier können wir auch bei Regen abends ein Lagerfeuer machen“, sagt die Leiterin. Im Zeltlager müssen die jungen Pfadfinder alles selbst machen: Holz fürs Feuer suchen, kochen – und das Nervigste: abwaschen. Damit ist heute Carl-Leon dran. Er pumpt zusammen mit drei anderen Pfadfindern das Wasser aus einem Brunnen und füllt es in einen Kübel. Dann steigt er auf eine Stufe und schüttet das Wasser in eine große blaue Tonne. Aus der läuft dann in kleinen Schläuchen das Wasser herunter in die Waschbecken. Weil das so viel Arbeit ist, lernt man als Pfadfinder eines ganz schnell: Wasser sparen.

Gegessen wird bei den Pfadfindern in einem großen Gemeinschaftszelt. Es ist rund und hat ein Loch im Dach, wie ein Indianerzelt. Darunter ist die Feuerstelle. Foto: Maria Rossbauer

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