Paulas Nachrichten

Knoten-Training im Gerätehaus

07.05.2009, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Gespannt schauen Elisabeth, Benno und die anderen auf den Feuerlöscher. Das knallrote Teil ist in der Mitte aufgeschnitten. Damit die Kinder sein Innerstes sehen können. Ein schmales Rohr geht von oben hinein. Außen sind ein schwarzer Schlauch und eine Art Trichter befestigt.

„Hier kommt das Löschmittel raus“, weiß der acht Jahre alte Florian. Die 26 Jungen und Mädchen tragen gelbe Helme und blaue Uniformen wie Feuerwehrleute. Sie gehören zur Kinderfeuerwehr Magdeburg in Sachsen-Anhalt. Gerade erfahren sie, wie ein Feuerlöscher genau funktioniert. Sie lernen, wie man ihn richtig benutzt – und dass es verschiedene Sorten von Feuerlöschern gibt.

Die meisten der Kinder wollen später Feuerwehrleute werden. Einmal in der Woche trainieren sie im großen Gerätehaus der Feuerwehr. Darin stehen auch die roten Feuerwehrautos. Alle durften schon mal ein Stück mitfahren – sogar mit Blaulicht und Sirene. Manchmal dürfen die jungen Feuerwehrmänner und -frauen auch die Wasserpumpe anstellen. „Wasser marsch!“, sagen sie dann. Brände haben sie noch nicht gelöscht. Bis dahin gibt es noch eine Menge zu lernen. Zum Beispiel Feuerwehrknoten. Moritz kann schon ein paar. „Aber nur die leichten“, meint der Siebenjährige. Mit Feuerwehrknoten kann man etwa Gegenstände richtig festbinden, damit sie nicht umfallen oder wegrutschen. Einige Knoten benutzt man auch beim Retten von Menschen. Etwa wenn sich Feuerwehrmänner abseilen oder wenn Menschen nach einem Absturz hochgezogen werden müssen.

Die Magdeburger Kinderfeuerwehr heißt „Feuerkobolde“. Der Geselle mit den feuerroten Haaren ist das Maskottchen. Alle haben ein Bild des Kobolds auf ihren Uniformen und T-Shirts. „Wir haben ihn sogar in Groß“, sagt Elisabeth. Er steht in der Ecke und ist größer als die meisten Kinder. Aber über Feuer wissen sie viel mehr als er.

Benno Kamp, Elisabeth Holste, Max Droletz und Lara Hucke von den „Feuerkobolden“ der Kinderfeuerwehr der Freiwilligen Feuerwehr Olvenstedt in Magdeburg stehen gemeinsam im Gerätehaus. Sie wollen alle bald in die Jugendfeuerwehr wechseln. Foto: Jens Wolf

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