Paulas Nachrichten

Knospende Pflanzen vertragen keinen Frost

10.01.2013, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Wenn es nach eher milden Wintertagen wieder Minusgrade gibt, macht das vielen Gewächsen zu schaffen

Schneeglöckchen sind Frühblüher Fotos: dpa

Milde Temperaturen, statt winterliche Kälte: Die gab es in den vergangenen Wochen in ganz Deutschland. Das soll sich nun ändern: Schneeregen und Glätte sind vorhergesagt. Wird es draußen Null Grad Celsius und kälter, spricht man von Frost. Und der tut vielen Pflanzen jetzt gar nicht gut. Durch die wärmeren Tage haben die an manchen Orten schon begonnen, ihre Knospen zu öffnen. Das ist es aber nicht allein, was den Gewächsen zu schaffen macht. „Pflanzen reagieren auf Kälte ganz ähnlich wie Menschen, die bei Minusgraden Frostschutzmittel ins Kühlwasser eines Autos geben“, sagt Hans-Peter Stika. Als Botaniker an der Universität Hohenheim in Stuttgart ist er Experte für Pflanzen. „Auch sie haben eine Art Frostschutzmittel, um ihre Zellen bei Kälte zu schützen.“ Sonst würde das Wasser in den Zellen bei Null Grad Celsius zu Eis. Zellen würden platzen. „Sobald es wärmer wird, finden in den Pflanzen erste Prozesse statt, die diese Winterhärte auflösen“, erklärt Hans-Peter Stika. Wird es dann wieder eisig kalt, ist die Pflanze innerlich schon auf Frühjahr eingestellt. Die Zellen sind nicht mehr ausreichend geschützt. Ähnlich ist es mit den Blüten in den Knospen, die sich schon im Herbst entwickeln und gut verkapselt den Winter überstehen. „Ganz außen bestehen Knospen aus totem Material. Manche weisen sogar eine Behaarung auf“, sagt der Fachmann. Die wirkt wie ein wärmendes Fell. „Ist diese Hülle aufgebrochen, kommt innen die empfindliche Blüte zum Vorschein“, sagt Hans-Peter Stika. „Und die ist nicht auf Kälte eingestellt.“ Doch es gibt auch Gewächse, denen Kälte weniger ausmacht, etwa das Schneeglöckchen. Es entwickelt sich aus einer Zwiebel, die in der Erde steckt. Schon sehr früh im Jahr treiben Stängel, Blatt und Blüte aus diesem unterirdischen Gehäuse ins Freie. Wie alle Zwiebelblumen hat das Schneeglöckchen in ihrer Knolle eine Art Energiespeicher angelegt. Daraus zehrt es. Es sprießt so früh im Jahr, um genug Licht fürs Wachstum zu haben. Deswegen muss das Schneeglöckchen früher dran sein, als die Blätter an den Bäumen. Doch auch dieser Frühblüher kann erfrieren. Das passiert, wenn es knackig kalt wird und kein Schnee liegt. Der wärmt die Blume wie eine Decke.

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