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Kleine Hüpfer mit großem Hunger

17.08.2022 05:30, Von Philipp Brandstädter — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Mit ihren kräftigen Hinterbeinen hüpfen sie über Wiesen und Felder. Außerdem hört man Heuschrecken oft laut zirpen. Wie dieses Geräusch entsteht und noch viel mehr erklärt eine Expertin.

Ein Grashüpfer hält sich an einem Pflanzenstiel fest. Grashüpfer gehören zu den Kurzfühler-Schrecken.  Foto: Silas Stein/dpa
Ein Grashüpfer hält sich an einem Pflanzenstiel fest. Grashüpfer gehören zu den Kurzfühler-Schrecken. Foto: Silas Stein/dpa

Wer gerade durch die Natur wandert, hat das bestimmt schon beobachtet: Auf Wiesen, Feldern oder am Waldrand springen kleine Insekten umher. Wir nennen sie Heuschrecken, Grillen, Heimchen und Grashüpfer – aber sind das überhaupt alles dieselben Tiere? Die Insektenforscherin Gerlind Lehmann klärt auf.

„Heuschrecken sind eine Ordnung von Insekten“, sagt die Expertin. „Zu ihnen gehören allein in Europa über tausend Arten.“ Die Arten werden grob in zwei Gruppen unterteilt: die Kurzfühler-Schrecken und die Langfühler-Schrecken. „Die beiden Gruppen lassen sich leicht unterscheiden“, sagt Gerlind Lehmann.

Die Langfühler-Schrecken haben Fühler, die oft länger als ihr ganzer Körper sind. Zu diesen Schrecken gehört die Familie der Grillen. Eine bekannte Grillenart sind die kleinen, gelbbraunen Heimchen. Sie halten sich gern in oder in der Nähe von Häusern auf. Ebenfalls Langfühler sind die Heupferde. Im Vergleich zu den Heimchen sind diese hellgrünen Heuschrecken riesig!

Die Fühler der Kurzfühler-Schrecken sind meist nur halb so lang wie der Körper der Heuschrecke oder noch kürzer. Zu dieser Gruppe gehören die Grashüpfer und andere Feldheuschrecken. Von ihnen gibt es zahlreiche Arten.

Alle Heuschrecken haben eine Gemeinsamkeit: die kräftigen Hinterbeine. Mit denen können die Insekten weite Sprünge machen. Das ist praktisch, vor allem, wenn Gefahr droht. Außerdem haben Heuschrecken Flügel, mal kürzere, mal längere.

Und dann wäre da noch das Zirpen. „Wenn die Heuschrecken mit ihren Flügeln oder Beinen aneinanderreiben, entsteht ein lautes Geräusch“, sagt Gerlind Lehmann. Damit locken die Männchen die Weibchen an, um sich mit ihnen zu paaren. „Alle Heuschrecken singen, aber nicht alle können wir hören“, erklärt die Fachfrau. Manche von ihnen erzeugen so hohe Töne, die wir gar nicht wahrnehmen.

Mit ihren Beißwerkzeugen futtern Heuschrecken viel. Die Insekten sind Allesfresser. Grashüpfer fressen Gräser, Heupferde mögen lieber kleine Insekten und Larven. Manche Heuschrecken machen sich über die Felder der Landwirte her. Wenn sie in großen Schwärmen auftreten, können die Insekten auch zu einer Plage werden. Übrigens: Schrecken heißen nicht Schrecken, weil wir uns vor ihnen erschrecken. Das Wort kommt aus dem Altdeutschen. Damit ist ein plötzliches Springen gemeint. Das passt zu den kleinen und größeren Hüpfern ganz gut.

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