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Klavier oder Keyboard?

01.08.2008 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Michael Weiss hat einen Beruf mit einem tollen Namen: Er ist Pianist. Und er ist ein Klavierlehrer, der Kindern das Spielen beibringt. Das Wort Pianist kommt von Piano, das ist ein Klavier. Aber Michael Weiss spielt nicht nur normales Klavier. Er spielt auch Keyboard im Musiktheater – dem Musical „Starlight Express“ – in Bochum in Nordrhein-Westfalen. Er sprach mit dpa- Nachrichten für Kinder darüber, wann man mit dem Keyboard loslegen sollte.

Was macht eigentlich ein Keyboarder?

Michael Weiss: „Das ist unterschiedlich. Ich zum Beispiel bin im Orchester bei einem Musical. Das ist mein Job. Man arbeitet aber nicht tagsüber, sondern meist abends, weil da die Vorstellungen sind. Es gibt Keyboarder, die in Bands spielen und Konzerte geben. Manche spielen auf Hochzeiten oder anderen großen Festen für die Gäste.“

Ist Keyboardspielen auch was für Kinder?

Michael Weiss: „Also, Kinder sollten zuerst richtig Klavierspielen lernen, finde ich. Das ist wichtig, weil das Klavier ja nur wiedergibt, was du selber kannst. Jede Taste ein Ton, mehr nicht. Beim Keyboard ist das anders. Du drückst einen Knopf und es kommt ein toller Rhythmus. Du drückst den nächsten Knopf und denkst: Wow, ich spiele ein Stück! Aber in Wahrheit hast du noch nichts geleistet, sondern nur die Technik bedient.“

Also rätst du vom Keyboard ab?

Michael Weiss: „Am Anfang ja. Aber später, wenn du dich am Klavier gut auskennst, ist ein Keyboard eine feine Sache. Denn es macht Spaß zu testen, was es alles drauf hat.“

Besonders oft werden Keyboards in der Pop-Musik gespielt: Viele Bands haben Keyboards, bei Shows und in Musicals sind sie dabei. Foto: Thomas Frey

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