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Kamera umdrehen und auf einem Bein wippen

18.10.2021 05:30, Von Katharina Köhler und Doreen Garud — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Im Weltall sind Menschen schwerelos. Aber wie funktioniert das, wenn in einem Filmstudio ein Weltraum-Film gedreht wird: Kann man einfach so tun, als würden alle schweben? Der Regisseur der Nickelodeon-Serie „Die Astronauten“ erklärt einige Tricks.

Alles schwebt in der Luft. Die Kamera, die Schauspielerin, der Filmemacher. Sie sind schwerelos. So war es für das Filmteam, das gerade auf der Raumstation ISS war, um einen Spielfilm zu drehen. Das ist zum ersten Mal passiert. Alle bisherigen Weltraum-Filme und -Serien sind in Studios auf der Erde entstanden.

Das Problem: Schwerelosigkeit gibt es auf der Erde nicht. Also muss ein bisschen getrickst werden. Wie das geht, verrät Dean Israelite. Er hat im Land USA die Nickelodeon-Serie „Die Astronauten“ gedreht. Darin fliegen Kinder aus Versehen mit einer Rakete ins All. Zurzeit läuft die Serie auch bei uns im Fernsehen.

Für den Filmdreh standen die jungen Schauspielerinnen und Schauspieler zum Beispiel auf speziellen Plattformen. Die lassen sich heben und senken. Später ist es noch möglich, die Bilder digital nachzubearbeiten. So können die Plattformen rausgeschnitten werden.

Außerdem wissen Menschen in der Schwerelosigkeit nicht, wo oben und unten ist. Um das darzustellen, wurde die Kamera beim Filmen gedreht. „Da kann man viel schummeln“, sagt Dean Israelite. „Die Figuren standen einfach nur auf einem Bein und sind hoch und runter gewippt.

Und man glaubt wirklich, sie waren schwerelos.“

Damit das alles auch wirklich echt aussieht, brauchte es viel Vorbereitung. Dean Israelite hat zum Beispiel gemeinsam mit dem Kameramann Videos von echten Astronauten und Astronautinnen angeguckt und darauf geachtet, wie deren Bewegungen im Weltall aussehen. Die Schauspielerinnen und Schauspieler haben dann mit einem Bewegungstrainer geübt, bis es ähnlich aussah.

Außerdem durften sie einem echten Astronauten am Telefon Fragen stellen. „Er hat beschrieben, wie es sich anfühlt, wenn das Shuttle startet“, erinnert sich Dean Israelite. Auch berichtete der Astronaut davon, wie sich der Körper anfühlt, wenn die Schwerelosigkeit einsetzt.

So konnten sich die Kinder auf ihre Rollen vorbereiten. Hinzu kam: Das ganze Film-Set sah wirklich wie ein Raumschiff aus. Es gab dort zum Beispiel eine Kontrollstation mit richtigen Astronauten-Sitzen, enge Schlafkabinen, ein Gewächshaus und ein Freizeitdeck mit Tischkicker. „Wir haben das Set so gestaltet, dass es sich so real wie möglich anfühlt“, erklärt Dean Israelite. Dafür schaute er sich nicht nur an, wie Weltraum-Stationen heute aussehen. Sondern auch, welche Pläne es für künftige Reisen ins All gibt.

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