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Käfer schillern, leuchten, krabbeln

13.08.2008 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Manche schillern herrlich bunt in der Sonne oder können nachts leuchten. Andere dagegen sind unauffällig: braun, schwarz und winzig. Käfer gibt es in vielen Farben, Formen und Größen. Kaum eine andere Tiergruppe hat so viele Verwandte wie die Krabbeltiere. Auf der Erde leben unzählige Arten. Viele sind noch gar nicht bekannt. Deswegen sagen Fachleute: So 400 000 bis 600 000 Käferarten könnten es sein. Und jede sieht anders aus.

Käfer leben fast überall. Sie krabbeln auf Bäumen, Pflanzen und in der Erde, schwimmen im Wasser und manchmal findest du sie sogar bei dir zu Hause. Es gibt nämlich Käfer, deren Leibspeise Getreide ist. Manchmal schaffen sie es bis in die Vorratskammern von uns Menschen. Die meisten Käfer leben allerdings in tropischen Regenwäldern.

Viele tragen auch lustige Namen: Rüsselkäfer, Holzwurm oder schwarzer Schneckenjäger. Ihre Namen klingen aber nicht nur komisch, sie verraten auch viel: zum Beispiel wie die Käfer aussehen, wo sie leben oder was sie fressen. Der Rüsselkäfer hat einen langen Rüssel. Der Holzwurm – die Larve des Totenuhr-Käfers – lebt im Holz und der schwarze Schneckenjäger frisst am liebsten? Genau! Schnecken.

Viele Käfer mögen aber auch Blätter, Holz oder Obst. Manche bevorzugen kleinere Insekten. Der Mistkäfer hat einen besonders ungewöhnlichen Appetit: Er liebt Kuhfladen. Aus Kot, Mist und Blattabfällen dreht er kleine Kugeln und bringt sie in seine Erdhöhle. Dort legt er Eier. Und der Nachwuchs ernährt sich von der Mistkugel.

Manche Käfer sind echte Vielfraße – zum Ärger der Bauern. Wenn Kartoffelkäfer etwa über Äcker herfallen, fressen sie oft alle Pflanzen kahl. Dann ist manchmal die ganze Ernte futsch. Andere Käfer sind dagegen gern gesehen, wie der Marienkäfer. Seine Leibspeise sind Blattläuse. Die gefräßigen Läuse zerstören Pflanzen, indem sie den Saft aus den Blättern saugen. Marienkäfer verputzen Blattläuse. Wenn sie anrücken, freuen sich die Gärtner.

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