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Junge Archäologen buddeln uralte Scherben aus

31.07.2009 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Robert sitzt am Rand der Grube, andere Kinder schaufeln Erde. Fritz springt plötzlich auf. „Ich habe eine alte Scherbe gefunden.“ Stolz hält er das dunkelbraune Ding in die Luft. Er hat sie selbst mit einer kleinen Kelle aus der Erde geholt. Auch mit den Händen hat er gegraben. Fritz sieht ganz schön dreckig aus – wie die Scherbe. Er pustet gegen sie, damit der Dreck runter geht.

Dann wischt er vorsichtig mit den Fingern drüber. „Jetzt muss ich aufpassen“, sagt er. „Sie darf nicht zerbrechen.“

Fritz und Robert sind junge Archäologen. So nennt man Menschen, die in der Erde nach Überresten von alten Städten, nach Waffen und Grenzsteinen graben. Er ist im Verein „Junge Archäologen der Altmark“. In Hohendolsleben in Sachsen-Anhalt forschen Kinder und Erwachsene zusammen. Dafür gibt es für zwei Wochen ein Zeltlager. Das alles ist wie eine Schatzsuche.

Die Experten wissen schon länger, dass an dem Platz früher Menschen lebten. Vor vielen Hundert Jahren – im Mittelalter – war dort mal ein Dorf. Manche Spuren von Menschen im Boden sind auch noch älter. Deswegen wird immer wieder neu gegraben.

Florian und Jan haben Fritz beim Buddeln geholfen. Die drei Zwölfjährigen knien am Boden. Jeden Erdklumpen drehen sie um. „Man weiß nie, was darunter ist“, sagt Florian. „Scherben sind manchmal ganz winzig und sehen wie Steine aus.“ Jan hat einen Handfeger in der Hand. Mit ihm streicht er über den Boden. „Ich bin gespannt, wann ich auch etwas finde“, sagt Jan. Er ist zum ersten Mal dabei. Fritz bringt seine Scherbe zu Hartmut Bock. Er leitet die Grabung. Früher war er mal Geschichtslehrer. „Das ist der Rand eines Gefäßes“, sagt Fachmann Bock. Die Scherbe dreht er in der Hand hin und her. Sie ist so groß wie ein Euro-Geldstück und wohl richtig ururalt. „Das hast du prima gemacht“, lobt er. Er steckt das Teil mit einem Zettel in eine kleine Tüte. Experten wollen es später genau unter die Lupe nehmen.

Fritz will weitersuchen. „Hier liegt noch so viel“, sagt er und strahlt – und mit einem Sprung ist er wieder in der Grube.

Schatzsuche ganz ernst: Florian, Jan und Fritz bei einer Ausgrabung in Hohendolsleben in Sachsen-Anhalt. Mit verschiedenen Hilfsmitteln graben die Zwölfjährigen im Boden nach alten Fundstücken wie beispielsweise Scherben. Foto: Sabrina Gorges

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