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Jürgen von Ramin verjagt Vögel am Flughafen

17.10.2009 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Mit seinem Wagen rumpelt Jürgen von Ramin übers Gras. Einige Rabenkrähen fliegen aufgeschreckt davon. Damit hat der 36-Jährige sein wichtigstes Ziel schon erreicht. Denn es ist Jürgen von Ramins Job, am Flughafen in Hannover in Niedersachsen die Vögel zu verscheuchen, damit sie nicht in die Triebwerke der Flugzeuge geraten.

Fachleute nennen das dann Vogelschlag. Meistens passiert das beim Start oder bei der Landung. Einige wenige Maschinen sind deswegen schon verunglückt. Seit 2005 arbeitet Jürgen von Ramin auf dem Flughafen. Er kennt die Lieblingsplätze der Vögel genau. „Wir haben hier etwa 100 Vogelarten. Einige sind gefährlich für die Flugzeuge, andere weniger“, erklärt er. Der Vogelexperte zeigt auf einen Bussard, der sich in der Nähe auf einem Schild niedergelassen hat. „Er kennt die Gefahr, die von den Flugzeugen ausgeht.“ Auch Rabenkrähen seien sehr intelligent. Sie erkennen die Maschinen und weichen ihnen aus. Tauben jedoch versuchten, vor den Flugzeugen wegzufliegen. Das schaffen sie nicht. Und dann wird’s für die Tauben gefährlich – und für die Flugzeuge. Hinter seinem Fahrersitz hat Jürgen von Ramin ein schwarzes Kästchen mit zwei Pistolen: eine Schreckschusspistole und eine Signalpistole. „Es gibt Munition für verschiedene Höhen, um auch Kraniche und Wildgänse, die sehr hoch fliegen, zu verjagen“, erklärt der Vogelexperte. Sein Fernglas hat er immer dabei. In diesen Wochen kommt auf Jürgen von Ramin viel Arbeit zu: „Dann starten die Vogelzüge, vor allem Kraniche- und Gänseschwärme“, sagt er. Einen gefiederten Gehilfen hat er dann stets an seiner Seite: eine Diensttaube. Sie hilft ihm, alles genau im Blick zu haben. „Wenn ich im Gelände bin, stelle ich den Käfig mit der Taube vor mich hin“, erklärt er. «Sobald sich am Himmel irgendetwas bewegt, schaut sie nach oben. Da kann ich mich auf die Flächen am Boden konzentrieren und bin dennoch sofort gewarnt.“

Ornithologe Jürgen von Ramin von der „Bird Control“. Einen gefiederten Gehilfen hat er an seiner Seite: eine Diensttaube. Sie hilft ihm, alles genau im Blick zu haben. Foto: Peter Steffen

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