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Impfen, abfliegen, wählen

03.12.2021 05:30, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Zwar passiert immer wahnsinnig viel in einem Jahr. Doch manche Ereignisse fallen besonders auf, zum Beispiel, weil sie so viele Menschen betreffen. Manchmal auch, weil sie so überraschend waren.

Im Juli wurden viele Orte im Westen von Deutschland überflutet.  Foto: Sebastian Schmitt/dpa
Im Juli wurden viele Orte im Westen von Deutschland überflutet. Foto: Sebastian Schmitt/dpa

Meist gucken wir in die Zukunft, also nach vorn. Doch wenn ein Jahr zu Ende geht, überlegen viele Menschen noch mal: Was waren eigentlich die wichtigsten Ereignisse? Woran wird man sich später erinnern? Wir haben aus den vielen Nachrichten des Jahres 2021 einige wichtige herausgesucht.

Corona ist fast immer da

Corona, das ist irgendwie normal geworden. Fast kommt es einem nicht mehr vor wie ein besonderes Ereignis. Doch auch 2021 gab es viele Neuigkeiten zu diesem Thema. Zum Beispiel änderten sich die Regeln mehrfach. Zu Jahresbeginn waren im Lockdown unter anderem die Schulen geschlossen. Das dauerte Monate, Schulkinder nahmen teilweise etwa an Wechselunterricht teil. Die gute Nachricht war aber: immer mehr Erwachsene ließen sich impfen, um sich und andere zu schützen. Am 31. Mai entschied eine europäische Behörde: Auch Kinder ab zwölf Jahren dürfen den Impfstoff bekommen. Am 25. November hieß es dann: Der Impfstoff eignet sich auch für Kinder ab fünf Jahren. Ob und wann bei uns viele Kinder geimpft werden, ist aber noch nicht entschieden. Fachleute sagen vor allem: Insgesamt sind bei uns noch zu wenig Menschen geimpft, um das Coronavirus gut aufhalten zu können. Deshalb wird uns das Thema auch noch nächstes Jahr beschäftigen.

Fluten richten Zerstörung an

Mit viel Regen fing es an. Der machte im Sommer aus kleinen Flüssen im Westen von Deutschland reißende Ströme. Die entwickelten eine ungeheure Kraft und richteten enorme Zerstörung an. Einige Orte etwa an den Flüssen Ahr und der Erft waren nach der Flut am 14. Juli kaum noch wiederzuerkennen.

Die Wassermassen hatten alles mitgerissen: Autos, Häuser, Brücken. Sehr viele Menschen verloren alles, was sie besaßen. In den Überflutungen kamen auch viele Menschen ums Leben. Sofort nach dem Unglück starteten Hilfsaktionen: Freiwillige packten beim Aufräumen mit an, andere spendeten Geld, Essen und Kleidung für die Menschen in Not. Doch bis alles wieder aufgebaut ist, wird es noch eine ganze Zeit dauern.

Deutsche Soldaten verlassen Afghanistan

Viele Jahre waren deutsche Soldaten im asiatischen Land Afghanistan eingesetzt. Sie sollten dort zum Beispiel Terror verhindern. Aber am 26. August kehrten die letzten Bundeswehr-Angehörigen von dort nach Hause zurück. Zuvor hatten sie noch mehrere Wochen versucht, in Flugzeugen möglichst viele Afghaninnen und Afghanen aus dem Land zu bringen.

Das waren Leute und ihre Familien, die für die Bundeswehr und andere ausländische Armeen gearbeitet hatten. Deshalb waren sie nun in Gefahr. Denn mit dem Abzug der ausländischen Soldaten übernahm eine andere Gruppe die Macht im Land: die Taliban. Viele Menschen hatten große Angst, um ihre Sicherheit und ihr Leben und wollten weg. Am Flughafen der Hauptstadt Kabul kam es zu Chaos. Längst nicht alle, die gedurft hätten, schafften es etwa in einem Bundeswehr-Flugzeug raus. Sie sollen aber auf anderen Wegen nachkommen dürfen.

Drei Gewinner für eine neue Regierung

Alle vier Jahre wird in Deutschland in der Regel eine neue Regierung gewählt. Dazu stimmen die Erwachsenen über Parteien, Politiker und Politikerinnen ab. Das passierte dieses Jahr am 26. September. Gewonnen haben an diesem Tag gleich mehrere Parteien: Die SPD, die Grünen und die FDP bekamen mehr Stimmen als bei den Wahlen davor.

Großer Verlierer war die CDU. Dieser Partei gehört auch die bisherige Kanzlerin Angela Merkel an. Sie hatte vorher gesagt, sie werde bei dieser Wahl nicht mehr antreten. Trotz ihrer Siege hat aber keine Partei eine Mehrheit, um alleine zu regieren. Deshalb starteten SPD, Grüne und FDP bald nach der Wahl Verhandlungen über ein Bündnis. Sie wollen gemeinsam die Regierung bilden und eine Menge Probleme lösen. Wenn sie sich einig werden, dann ist auch klar, wer der nächste Kanzler wird: Olaf Scholz von der SPD. dpa

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