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Im Supermarkt besser Bescheid wissen

09.06.2022 05:30, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Wie hat das Tier gelebt? Diese Frage stellen sich manche Menschen, wenn sie Fleisch im Supermarkt kaufen. Doch bislang ist diese Frage schwer zu beantworten. Das soll sich ändern.

BERLIN. Morgens Wurst auf dem Brötchen. Mittags Hackfleisch in der Soße. Eine Menge Leute mögen Fleisch. Doch vielen ist es nicht egal, wie die Tiere vorher gelebt haben. Ein neues Logo soll bald dabei helfen, genau das zu erkennen. Wir erklären, was dahintersteckt.

Wie wird das Fleisch gekennzeichnet? Es soll ein Logo entstehen, das auf Verpackungen von Wurst und Fleisch gedruckt wird. Das Logo zeigt an, wie das Tier vor dem Schlachten gelebt hat. War es immer nur in einem engen Stall? Oder hatte es mehr Platz oder sogar einen Auslauf im Freien? So können sich die Käuferinnen und Käufer besser entscheiden, welches Fleisch sie kaufen und ob sie bereit sind, mehr zu bezahlen, wenn die Tiere ein besseres Leben hatten. Gibt es so ein Logo nicht schon? Bislang kennzeichnen einige Supermärkte freiwillig Fleisch und Wurst. Auf der Verpackung steht etwa „Haltungsform 1“. Das bedeutet: Das Tier wurde im engen Stall gehalten. Das neue staatliche Logo soll nicht mehr freiwillig sein. Nächstes Jahr soll es losgehen. Das Logo soll zuerst auf Produkte mit Schweinefleisch gedruckt werden. Was verbessert sich für die Tiere? Das Logo ändert erst mal nichts daran, wie es den Tieren geht. Doch langfristig könnte sich etwas tun. Manche hoffen, dass Menschen durch das Logo bewusst Fleisch von Tieren kaufen, die eher tierfreundlich gehalten wurden. Das würde Produzierenden zeigen: Es lohnt sich, mehr auf das Wohl der Tiere zu achten. Tierschutz-Gruppen sagen: Die Regeln müssten noch strenger werden.

Was ist mit den Landwirten? „Kein Landwirt möchte seine Tiere so halten, dass es ihnen schlecht geht“, erklärt der Landwirtschaftsminister. Doch wenn die Tierhaltung verbessert werden soll, kostet das. Beim Umbau von Ställen etwa gibt es deshalb für die Betriebe Geld. Über weitere Unterstützung wird noch gesprochen.

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