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Ich sehe was, was du nicht siehst

24.07.2021 05:30, Von Philipp Brandstädter — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Diese Geräte können Körper erkunden, Räume oder ganze Gebiete: Sonden. Sie kommen in der Medizin genauso zum Einsatz wie in der Raumfahrt. Dabei können sie völlig verschieden gebaut sein.

Ein Arzt nimmt eine komplizierte Untersuchung vor. Eine Technikerin stellt sicher, dass in der Umgebung keine Gefahr droht. Forschende beobachten einen Planeten im All. Wenn solche Fachleute mit Geräten Dinge erkunden, ist oft von Sonden die Rede. Sie dringen dorthin vor, wo der Mensch schlechter oder gar nicht hinkommen würde. Sonden kommen in vielen Bereichen zum Einsatz.

Mit einer Sonde überprüft der Mann das Abgas des Autos.  Foto: Julian Stratenschulte/dpa
Mit einer Sonde überprüft der Mann das Abgas des Autos. Foto: Julian Stratenschulte/dpa

In Menschen und Tieren: In der Medizin gibt es unterschiedliche Sonden. Können erkrankte Menschen zum Beispiel nicht alleine essen und trinken, werden sie mit Hilfe einer Sonde ernährt. Mit so einer Sonde ist ein Schlauch gemeint, der zum Beispiel über Nase oder Mund in den Magen gelegt wird. Durch den Schlauch fließen Nährstoffe.

Zwei Ärzte legen einem Patienten eine Sonde für die Nahrungsaufnahme.  Foto: Oliver Berg/dpa
Zwei Ärzte legen einem Patienten eine Sonde für die Nahrungsaufnahme. Foto: Oliver Berg/dpa

Andere medizinische Sonden werden bei Untersuchungen und Operationen gebraucht. An diesen Instrumenten sind kleine Lampen und Kameras montiert. Über sie gucken Ärztinnen und Ärzte in einen Körper hinein.

Der Mann überprüft, ob am Strand noch alte Munition liegt.  Foto: Peter Kuchenbuch-Hanken/dpa
Der Mann überprüft, ob am Strand noch alte Munition liegt. Foto: Peter Kuchenbuch-Hanken/dpa

Stephan Henning ist Arzt und arbeitet häufig mit solchen feinen Werkzeugen. Er erklärt: „Die Instrumente sind so klein, dass ich keinen großen Schnitt vornehmen muss.“ Je kleiner die Wunde ist, desto schneller verheilt sie auch wieder. „Über einen Bildschirm kann ich dann erkennen, wie es im Inneren eines Körpers gerade aussieht.“

An Orten: Fachleute müssen auch in Räumen arbeiten, die gefährlich sein könnten. In diesen Fällen kann man mit Sonden prüfen, ob und welche Gefahr droht. „Sonden kommen häufig im Arbeits- und Personenschutz zum Einsatz“, sagt der Experte Daniel Budde. Die Geräte messen dann zum Beispiel giftige Gase in der Luft oder den Gehalt des Sauerstoffs, den wir zum Atmen brauchen.

„Bevor etwa Container und Tanks oder andere enge Behälter von Menschen gewartet werden, wird die Luft mit einer Sonde überprüft“, sagt der Experte. Auch gibt es Fachleute, die mit Sonden aufspüren, ob irgendwo noch alte Munition liegt.

Im Weltall: Jenseits unseres Planeten Erde können Menschen nicht ohne Hilfsmittel überleben. Es ist zu kalt oder zu heiß. Es herrschen lebensgefährliche Strahlungen. Deshalb tragen Menschen im Weltraum Schutzanzüge. Oder aber sie fliegen gar nicht erst selbst. Sie schicken Geräte los, die ebenfalls Sonden genannt werden.

Solche Sonden sind unbemannte Flugkörper, die das All erkunden. Sie können etwa einen anderen Himmelskörper umkreisen oder auf einem Planeten oder Asteroiden landen.

Die Sonden sind mit Instrumenten ausgerüstet, die ihre Umgebung untersuchen und die Daten dann an die Forschenden auf der Erde senden. Sonden sind etwa schon auf dem Mond, der Venus oder auf dem Saturnmond Titan gelandet. Zurzeit wird der Planet Mars von mehreren Sonden unter die Lupe genommen.

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