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Hupen, hämmern, laute Musik: Zu viel Lärm schadet

25.04.2009 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Mann, war ich genervt! Eigentlich hatte ich ein gemütliches Wochenende geplant. Doch schon morgens fing der Nachbar an, Nägel in seine Wände zu hämmern. Später schnitt er mit seinem dröhnenden Rasenmäher das Gras. Und am Abend feierte er eine Party. Dabei drehte er die Musik so laut, dass ich nicht einschlafen konnte.

Lärm ist manchmal unangenehm. Aber nicht nur das: Wenn es um uns herum ständig laut ist, kann das krank machen. Vor allem für das Gehör ist Lärm sehr anstrengend. Es kann davon sogar kaputtgehen. Dann hört man schlechter. Deswegen gibt es einmal im Jahr den Tag gegen den Lärm. In diesem Jahr ist das der kommende Mittwoch (29. April). Eine Lärm-Fachfrau aus Berlin hat ihn erfunden. Sie will, dass die Menschen an dem Tag mal darauf achten, wie viel Lärm es in ihrem Leben gibt.

Überlegen wir doch mal kurz: Auf dem Weg zur Schule rasen die Autos vorbei, Busse hupen und an der Baustelle rumort ein Bagger. In der Klasse rufen alle durcheinander, man versteht das eigene Reden kaum. Und in der Turnhalle dröhnt es gewaltig. Wenn wir uns zum Musikhören die Stöpsel vom MP3-Player in die Ohren stecken, wummern die Bässe und quietschen die Gitarren. Wäre das nicht die Lieblingsmusik, würden wir wohl laut „Autsch!“ rufen.

Bei einer Wanderung im Wald dagegen zwitschern leise ein paar Vögel. Und man hört, wie kleine Stöckchen unter den Schuhen knacken. Ein bisschen mehr von solcher Stille täte unseren Ohren auch im Alltag gut. Deswegen sagen Ärzte: Es ist wichtig, sich vor Lärm zu schützen. Bei einem Musik-Konzert sollte man Ohrstöpsel benutzen. So gelangt weniger Lärm ins Innere des Ohres. Und Ohrstöpsel sind auch nicht uncool. Schau dich mal um – viele tragen sie bei Konzerten. Auch zu Hause sollte Musik am besten nur auf Zimmerlautstärke laufen. Wenn draußen die Autos dröhnen, heißt es: Fenster zu! Und ich gehe jetzt mal zu meinem Nachbarn und bitte ihn, leiser zu sein.

Geräuschmessungen von Fahrzeugen auf einem Mittelstreifen in Berlin. Autos machen Krach. Und mit solch einem Gerät messen Fachleute, wie viel Krach es an welcher Stelle ist. Das hilft zum Beispiel, wenn entschieden werden soll, dass die Autos dort langsamer fahren müssen. Foto: Rainer Jensen

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