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Hunde sind für Obdachlose Freunde-Ersatz

29.11.2012, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

In Decken eingekuschelt sitzt ein Hund auf dem Gehweg. Das Tier gehört zu einem Obdachlosen. Also einem Menschen, der keine Wohnung hat und auf der Straße lebt.

Obdachlose sieht man öfter mal mit einem oder mehreren Hunden.  Foto: Britta Pedersen
Obdachlose sieht man öfter mal mit einem oder mehreren Hunden. Foto: Britta Pedersen

Vielleicht ist es dir auch schon aufgefallen, dass man Obdachlose öfter mal mit einem Hund oder sogar mit mehreren Hunden sieht.

Denn die Tiere haben für viele eine besondere Bedeutung: „Sie sind ein Freunde-Ersatz“, sagt eine Frau, die als Helferin viel mit Obdachlosen und ihren Tieren zu tun hat.

Obdachlose hätten zu ihren Hunden eine sehr starke Bindung, erklärt sie: „Schließlich sind die Obdachlosen und ihre Hunde ständig zusammen. Tag und Nacht.“ Die Hunde helfen vielen Obdachlosen etwa dabei, sich weniger einsam zu fühlen.

Und die Hunde vermitteln ein Gefühl von Sicherheit: „Die Tiere sind ein großer Sicherheitsaspekt“, sagt die Expertin. „Sie sind zuerst wach, wenn etwas ist.“ Denn es kann vorkommen, dass Obdachlose beim Schlafen beklaut oder überfallen werden. Das Leben auf der Straße ist schließlich nicht einfach.

Kein Wunder, dass viele Obdachlose sehr an ihren vierbeinigen Freunden hängen. „Sie kümmern sich mehr um die Hunde als um sich“, sagt die Helferin.

Sie schauen, dass die Tiere etwas zum Fressen haben. Und bei Kälte sollen sie es möglichst warm haben. Dafür haben sie Decken und so weiter.

„Einer hat mir kürzlich erzählt, dass sein Hund nachts bei ihm auf dem Bauch schläft. Damit er nicht auf dem kalten Boden schlafen muss.“

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