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Holprige Kutschfahrten

24.05.2011 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Als es noch keine Straßenbahnen gab, rollten durch die Städte vor allem Pferdetaxis und Kutschen. In der britischen Hauptstadt London zum Beispiel waren zeitweise sehr viele Pferde unterwegs. London galt vor rund 150 Jahren als größte Stadt Europas. Die Menschen dort mussten ständig aufpassen, nicht in Pferdemist zu treten.

Auch die Römer spannten vor rund 2000 Jahren schon Pferde vor Wagen. Sie zogen mit ihnen in den Kampf oder transportierten Lasten. Für eine Pferdekutsche fehlte ihnen aber noch die richtige Federung. Die wurde erst später erfunden. Dabei handelte sich um eine Blattfederung: Mehrere leicht gebogene Metallstreifen unterhalb der Radachsen sollten Schläge abfedern. Das machte eine Kutschfahrt über Stock und Stein etwas bequemer. Trotzdem ging es aber immer noch holprig zu. „Die Reisenden haben jedes Schlagloch gespürt. Da konnte schon mal der Po wund werden“, erzählt Expertin Sylvia Hladky aus München. In dem Museum, in dem sie arbeitet, können Besucher ausprobieren, wie sich solch eine Fahrt angefühlt hat. Sie setzen sich in eine besondere Kutsche – und werden kräftig durchgeschüttelt.

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