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Hmmm, wie das duftet – Seife selbst gemacht

09.07.2011 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Es duftet ein bisschen wie frisch gewaschene Wäsche. An einem großen Holztisch stehen Lukas und Lina und riechen und rühren und kneten: Denn in einem Berliner Museum können Kinder Seife selbst zum Duften und in Form bringen.

Seife löst nicht nur Schmutz von der Haut. Sie duftet meist auch gut. Aber wie kommt eigentlich der gute Geruch in die Seife? „Wir haben hier zunächst einmal Kräuter, die gut riechen“, erklärt Nihal Öz. Sie arbeitet im Kindermuseum und zeigt, wie man duftende Seife herstellt. „Wir nehmen also Blüten zum Beispiel von Lavendel oder Kamille. Die reiben wir ganz klein. Dabei kommen die Duftstoffe heraus, die so gut riechen.“

Die sieben Jahre alte Lina schnuppert an Schalen mit verschiedenen Kräutern. „Am besten riechen die hier“, findet sie und nimmt eine Handvoll Hibiskus. Das ist eine Pflanze mit bunten Blüten, aus der auch Tee gemacht wird. Lina zermahlt die getrockneten Blüten in einer kleinen Schale.

Dann nimmt sie ein Stück einfache Seife. Sie steckt es in eine Reibe und zermahlt es zu feinen Flocken. Ihr großer Bruder Lukas, der zehn Jahre alt ist, hilft ihr dabei. Danach mischt sie die zermahlene Seife mit den Hibiskus-Blüten und etwas Wasser. „Das ist wie Kuchenteig kneten“, sagt sie.

Seifen können ganz unterschiedliche Formen haben: rund oder eckig, als Herz oder als Mond.

Lina will ihre Seifenmasse zu einem Stern formen. Das ist gar nicht so einfach. Endlich hat er fünf Zacken, und Lina ist zufrieden. Diese Stern-Seife duftet jetzt nach Hibiskus-Blüten. Nun muss sie noch trocknen. Maya ist sieben Jahre alt und hat eine kleine Herz-Seife gemacht, die nach Lavendel duftet. Und wenn sie selbst einen neuen Duft für eine Seife erfinden würde? „Seife, die nach Erdbeerkuchen riecht, das fände ich gut!“

Lina zermahlt Hibiskus-Blüten in einem kleinen Mörser (links). Danach mischt sie die Masse für ihre Seife an. Fotos: Sarah Klein

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