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Hintermann, klatsch!

08.12.2020 05:30, Von David Kluthe — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Auf dem Fußballplatz hört man auf einmal keine Zuschauer mehr, dafür aber ganz sonderbare Kommandos

Fast wie auf dem Bolzplatz! So hört es sich gerade in Fußball-Stadien an. Ohne die Massen von Fans erfährt man plötzlich, was sich Trainer und Profis zurufen. Doch nicht nur Zuschauer hören mit.

Eine Sache störte den Fußball-Experten besonders. Er habe nur die Spanier gehört, sagte der frühere Profi Bastian Schweinsteiger. Kurz zuvor hatte die deutsche Mannschaft mit 0:6 gegen Spanien verloren. „Keine Kommandos, man hat wenig gehört“, sagte der frühere Spieler über die Deutschen.

Thomas Müller gibt beim FC Bayern viele Kommandos.  Foto: Sven Hoppe/dpa
Thomas Müller gibt beim FC Bayern viele Kommandos. Foto: Sven Hoppe/dpa

Fußball-Profis rufen sich auf dem Platz eigentlich ständig irgendwelche Dinge zu. Vor der Corona-Krise hat man davon allerdings nicht viel mitgekriegt. „Das wäre früher von den Zuschauern übertönt worden“, sagt ein Sport-Forscher.

Im Stadion ist es ziemlich still, weil kaum Fans da sein dürfen

Momentan dürfen – wenn überhaupt – nur wenige Fans ins Stadion. Dadurch hört man viel besser, was sich die Spieler zurufen. Manchmal hört es sich ohne die Fans an wie auf einem Bolzplatz, wo du vielleicht mit deinen Freunden und Freundinnen kickst.

„Wir können nicht alles um uns herum sehen“, sagt der Experte. Deshalb sei es wichtig, dass sich die Spieler gegenseitig helfen. „Hintermann“ bedeutet zum Beispiel, dass ein Gegenspieler von hinten kommt. „Klatsch“ heißt: Stopp den Ball nicht erst, sondern spiel ihn direkt weiter.

Der Torwart hat die Übersicht

Weil es momentan leiser ist, verstehen sich die Spieler auf dem Platz besser. Den besten Überblick hat normalerweise der Torwart, er hat den ganzen Platz vor sich. Der Torhüter gibt also Kommandos an seine Abwehrspieler. Die sprechen mit dem Mittelfeld und so weiter. „Es wird von hinten nach vorne gecoacht“, erklärt der Experte.

Spitzname „Radio Müller“

Besonders gut scheint das bei den Bayern zu klappen. Torwart Manuel Neuer gibt viele Kommandos, genau wie David Alaba, Joshua Kimmich und Thomas Müller. Weil er so viel plappert, hat Thomas Müller sogar mal den Spitznamen „Radio Müller“ bekommen.

Doch nicht nur die Spieler untereinander, auch die Trainer geben natürlich wichtige Tipps. Sie erinnern zum Beispiel daran, nicht zu weit weg von den Mitspielern zu stehen. So hat es der Gegner schwerer, eine Lücke für einen Pass zu finden.

Die leisen Stadien haben jedoch nicht nur Vorteile für die Fußballer.

Der gegnerische Trainer hört jetzt alle Kommandos mit

„Wenn ein Trainer etwas reinruft, hört der andere Trainer das auch“, sagt der Sport-Experte. Die Trainer holen die Spieler deshalb zum Beispiel oft zu sich und geben ihnen kleine Zettel mit Hinweisen. So erfährt der Gegner nicht so schnell, was der Trainer vorhat, selbst wenn es im Stadion mucksmäuschenstill ist.

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