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Hilfe nach gewaltigen Schäden

11.01.2022 05:30, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Manchmal richtet die Natur gewaltige Schäden an. Als einzelner könnte man die Reparaturen oft nicht bezahlen. Deshalb sind Versicherungen so wichtig.

Der Wirbelsturm Ida hat in den USA viele Schäden verursacht.  Foto: Gerald Herbert/AP/dpa
Der Wirbelsturm Ida hat in den USA viele Schäden verursacht. Foto: Gerald Herbert/AP/dpa

Ein wildes Rennen mit den Rädern ist im Gange. Plötzlich kracht es. Ein Kind hat mit dem Lenker ein geparktes Auto erwischt: Der Außenspiegel ist ab, die Tür hat einen fetten Kratzer. Das gibt Ärger. So eine Reparatur kann schnell Hunderte Euro kosten.

In den meisten Fällen reden die Eltern dann aber mit ihrer Haftpflicht-Versicherung. Ist etwas nicht mit böser Absicht kaputtgegangen, bezahlt die Versicherung die Reparatur.

Dahinter steht eine Art Handel: Viele Erwachsene zahlen jeden Monat etwas Geld an eine Versicherung. Prämie heißt das. So kommen oft Millionen Euro zusammen. Davon werden im Notfall die Schäden bezahlt. Eine Versicherung ist also ein Schutz.

Die Schäden dürfen aber insgesamt nicht mehr kosten, als alle Prämien zusammengerechnet. Deshalb rechnen Versicherungen sehr genau: Wie häufig werden wohl Schäden entstehen, und wie hoch muss die Prämie sein? Das gilt auch für Versicherungen gegen Naturkatastrophen. Fachleute schätzen dabei ein, wie häufig Stürme, Hochwasser oder etwa Waldbrände vorkommen und wo. Die Fachleute einer großen Versicherung haben dies gerade wieder berechnet. Dabei beachten sie auch den Klimawandel. Denn der ist dafür verantwortlich, dass gewisse Katastrophen wie Wirbelstürme häufiger vorkommen. So bildeten sich über dem nördlichen Atlantik im vergangenen Jahr mehr als 20 tropische Wirbelstürme. „Das langjährige Mittel liegt viel niedriger, bei etwa 14 Hurrikanen im Jahr“, sagte ein Fachmann am Montag.

Die Versicherungen könnten nun zwar höhere Prämien verlangen, damit auch größere Schäden bezahlt werden können. Besser wäre es aber, vorher für mehr Schutz zu sorgen. In den USA hat das in der Stadt New Orleans tatsächlich geklappt. Sturm Ida richtete dort im vergangenen Jahr viel weniger Schaden an als ein anderer Sturm Jahre zuvor. Danach hatte man nämlich die Deiche verstärkt, die das Hochwasser abhalten. dpa

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