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Hilfe gegen den Hunger

02.03.2021 05:30, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Im Jemen ist die Not sehr groß und das Land braucht ganz dringend unsere Hilfe und Aufmerksamkeit

Von manchen Krisen-Gebieten hört man oft, etwa von Syrien. Doch es gibt auch Länder, über die man weniger erfährt. Dazu zählt auch der Jemen. Dabei braucht das Land dringend Aufmerksamkeit und Hilfe!

Viele Familien im Jemen sind auf der Flucht.  Foto: Mohammed Al-Wafi/XinHua
Viele Familien im Jemen sind auf der Flucht. Foto: Mohammed Al-Wafi/XinHua

(dpa) Fast sechs Jahre dauert der Krieg im Jemen schon. Soldaten und Kämpfer verschiedener Gruppen bekämpfen sich in dem sehr armen Land. Hinzu kommt: In diesen Streit mischen sich auch Länder in der Nähe des Jemens ein.

Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate etwa machen bei dem Krieg mit. All diese Länder liegen auf der Arabischen Halbinsel.

Ein großer Teil des Jemens ist sehr trocken und bergig. Dort Lebensmittel anzubauen ist schwierig. Ein großer Teil der Nahrung kommt aus anderen Ländern.

„Doch das wird wegen des Krieges immer schwieriger“, sagt Rudi Tarneden vom Kinderhilfswerk Unicef. Es kommen also weniger Lebensmittel an. Und selbst wenn alles da wäre: Die meisten Menschen sind so arm, dass sie sich nichts kaufen können.

Deshalb leiden im Jemen viele Menschen an Hunger. Besonders Kinder werden immer schwächer und anfälliger für Krankheiten, etwa durch schmutziges Wasser. „Viele Rohre und das Abwassersystem sind durch Bomben-Angriffe kaputt“, erklärt Rudi Tarneden. Hinzu kommt: Durch den Krieg mussten viele Familien ihr Zuhause verlassen. Einige sind seit Jahren auf der Flucht.

Die Schulen sind oft nicht mehr in Betrieb. Für die Kinder ist es schwer, einfach Dinge zu tun, die woanders normal wären. „Sie spielen oft in Trümmern und das kann gefährlich sein“, erzählt Rudi Tarneden. Manchmal liegen dort Bomben, die nicht hochgegangen sind.

Um zu helfen, hat eine große Organisation am Montag online zu einer Geberkonferenz eingeladen. „Dort kommen Regierungen zusammen und sammeln Geld für große Hilfsaktionen“, sagt Rudi Tarneden.

Mit dem Geld könnten Nahrung und Medikamente in den Jemen gebracht werden. Auch Mitarbeiter in Krankenhäusern oder Lehrer könnten bezahlt werden, erklärt er. Auch Deutschland hat versprochen, Geld zu geben.

Rudi Tarneden hofft, dass man so zumindest die ganz große Hungersnot stoppen kann. Bis zu einem Frieden wird es wohl noch länger dauern.

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