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Heilpflanzen - Medizin, die auf der Wiese wächst

20.08.2008 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Gabriele Bickel zeigt auf die Blätter einer Pfefferminzpflanze. „Wenn man die als Tee trinkt, hilft das gegen Bauchschmerzen oder Reisekrankheit“, erzählt die 53-Jährige. Sie arbeitet als Kräuterhexe in Maulbronn. Das heißt nicht, dass sie hexen kann. Aber dafür kennt sie sich mit Heilpflanzen aus. Man muss nämlich bei Halsschmerzen oder Übelkeit nicht immer gleich Tabletten aus der Apotheke nehmen. Manchmal wächst die richtige Medizin direkt vor der Tür auf der Wiese.

„Bei Bauchwehgeschichten helfen neben Pfefferminze auch Fenchel, Anis und Kamille“, zählt Gabriele Bickel Beispiele auf. Solche Heilpflanzen helfen bei Krankheiten, weil sie bestimmte Wirkstoffe enthalten. In der Pfefferminze zum Beispiel ist Menthol. Dieses Öl hilft auch bei Kopfschmerzen, wenn man es sich an die Schläfen tupft. Und es gibt der Zahnpasta ihren frischen Geschmack.

Beim Beinwell erkennt man schon am Namen, wofür es gut ist: Bein, klar, heißt Bein und well steht für gut. Beinwell hilft also, wenn man sich zum Beispiel das Bein eingequetscht oder verstaucht hat. Die Wurzeln dieser Pflanze lassen sich zu einer Salbe verarbeiten.

Sogar bei Mathearbeiten können Heilpflanzen helfen: „Wenn man eigentlich alles gelernt hat, einem dann aber so früh morgens gar nichts mehr einfällt, dann hilft Rosmarin“, sagt Bickel. „Dafür nimmt man einen Rosmarinzweig mit in die Schule. Wenn man die Öle vom Rosmarin einatmet, wird die Durchblutung verbessert. Dann kann man sich besser konzentrieren, und dann fällt einem auch wieder was ein.“

Ihr Wissen hat die Kräuterhexe von ihrer Mutter und einer Tante. Außerdem hat sie früher in einer Apotheke gearbeitet. „Und ich habe viel gelesen und selbst ausprobiert“, sagt sie. Heute erklärt Bickel anderen Erwachsenen und Kindern, was sie gelernt hat. „Bei Kräuterwanderungen sehen, riechen und schmecken die Leute die Pflanzen und können sie sich so besser merken. Denn Grün ist nicht gleich Grün. Man sollte schon genau wissen, was man da für Pflanzen benutzt.“

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