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Hauptstadt der Nachtigallen

28.04.2021 05:30, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

In Berlin gibt es trotz des Lärms im Frühling viele dieser Vögel

Ein Vogelkundler bestimmt nach einem Buch Vogelarten.   Foto: Tina Dettmar/dpa
Ein Vogelkundler bestimmt nach einem Buch Vogelarten. Foto: Tina Dettmar/dpa

BERLIN (dpa). Berlin ist die größte Stadt Deutschlands. An vielen Orten ist es laut, es gibt viele Menschen und eine Menge Verkehr. Trotzdem kommen jedes Jahr im Frühling Tausende Nachtigallen in die deutsche Hauptstadt, um sich dort zu paaren.

„Berlin ist die Hochburg der Nachtigallen. Es gibt hier bis zu 1600 Nachtigall-Reviere, so viel wie in keiner anderen deutschen Stadt“, sagt der Wildtier-Experte Derk Ehlert. Aber warum fühlen die Tiere sich ausgerechnet in dieser Großstadt wohl?

„Berlin hat viele Parks und Gärten, in denen die Nachtigallen genau das finden, was sie brauchen.“ Das ist dichtes Unterholz und eine Bodenschicht aus verrottendem Laub. Dort finden die Vögel Verstecke, Insekten als Nahrung und Plätze für den Nestbau.

„Das Nest wird in einer Mulde im Boden oder in Bodennähe gebaut“, sagt Derk Ehlert. „Die Weibchen legen drei bis fünf Eier. Nach etwa 14 Tagen schlüpfen die Küken.“ Nach 11 bis 18 Tagen verlassen sie das Nest. Fliegen können sie dann noch nicht.

„Deswegen ist es so wichtig, dass es viele Versteckmöglichkeiten im Revier gibt.“ Damit die kleinen Vögel vor Feinden wie Katzen und Krähen geschützt sind.

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