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Handstand auf dem Pferd

28.06.2008 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Auf einem galoppierenden Pferd zu turnen ist sehr schwer. Es wackelt hin und her. Doch Kai Vorberg aus Köln in Nordrhein-Westfalen macht das nichts aus. Er ist 26 Jahre alt und der beste Voltigierer in Deutschland! Kai ist so gut, dass er fast jedes Turnier gewinnt und sogar schon zwei Mal Weltmeister geworden ist. Jetzt am Wochenende voltigiert er bei einem großen Turnier in Aachen in Nordrhein-Westfalen. Dort will er auch gewinnen.

Um so gut zu sein, muss Kai sehr viel üben. „Ich trainiere jeden Tag sechs Stunden“, erzählt er. Doch natürlich sitzt er nicht die ganze Zeit auf dem Pferd. Weil ein Voltigierer viel Kraft braucht und sehr gelenkig sein muss, macht er auch Gymnastik. Und er turnt auf dem Boden. Dabei übt er zum Beispiel Handstand. Außerdem voltigiert Kai nicht nur, er ist auch ein Reiter. Am liebsten reitet er Dressur, er hat sogar schon oft an Dressurturnieren teilgenommen. Dabei wird eine genaue Schrittfolge geritten. Und die Reiter sitzen in gerader Haltung ganz elegant im Sattel. „Wichtig ist beim Reiten und beim Voltigieren, dass man keine Angst hat“, sagt Kai. Dabei ist er selbst schon oft vom Pferd gefallen und hat sich Arme und Rippen gebrochen.

Kai voltigiert schon sehr lange. Dabei fand er den Sport als Kind eigentlich blöd. Seine Mutter war eine Voltigier-Lehrerin, aber Kai machte es einfach keinen Spaß. Aber dann hat er auf einem Turnier einen sehr guten Voltigierer gesehen. „Da habe ich gedacht, dass ich das auch machen will“, erinnert er sich. Damals war Kai elf Jahre alt. Er ging in einen Verein in Köln und lernte dort voltigieren.

Sein Pferd heißt übrigens Picasso und ist schon 17 Jahre alt. Picasso hat eine Angewohnheit: Immer, wenn Kai von ihm abspringt, buckelt er! Das wird er bestimmt auch am Wochenende bei dem Turnier in Aachen machen.

Kai Vorberg, Weltmeister im Voltigieren 2004 und 2006 Foto: Sabine Maurer

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