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Hallo, wie ist denn Ihre Meinung?

11.01.2013, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Wie werden eigentlich Umfragen gemacht, zum Beispiel vor politischen Wahlen

Eine Frau beantwortet Fragen am Telefon: Manche Umfragen finden auf diese Weise statt.

Januar, Februar, März . . . Im September findet in Deutschland eine große Wahl statt. Bei der Bundestagswahl im Herbst wird sich entscheiden, welche Politikerinnen und Politiker Deutschland in den nächsten Jahren regieren.

Doch schon lange vorher sind unterschiedliche Gruppen neugierig, wie die allgemeine Stimmung ist. Zu diesen Gruppen gehören zum Beispiel Journalisten und Politiker. Deswegen machen Forscher Umfragen und denken sich dafür Fragen aus. Zum Beispiel Thomas Petersen. Er ist Projektleiter am Institut für Demoskopie Allensbach. Diese Firma erforscht die Meinungslage zu verschiedenen Themen. „Es ist wichtig, dass jeder der Befragten wortwörtlich die gleichen Fragen vorgelesen bekommt“, sagt Thomas Petersen. Nur so seien die Antworten vergleichbar. Die Antwortmöglichkeiten werden oft vorgegeben: zum Beispiel „Ja“ und „Nein“. Eine Frage könnte etwa lauten: „Sind Sie mit der Politik der Bundeskanzlerin einverstanden oder nicht einverstanden?“ So eine und noch viel mehr Fragen stellen die Institute Hunderten von Leuten. Manchmal besuchen Befrager die Antwortgeber zu Hause.

Oder die Fragen werden am Telefon gestellt. „Unsere Befrager sitzen in großen Räumen mit vielen Plätzen“, erklärt Manfred Güllner. Er ist Chef eines anderen Umfrageinstituts. Es heißt Forsa. „Die Fragen werden am Bildschirm gezeigt.“ Die Antworten geben die Befrager dann gleich in den Computer ein. Und der spuckt dann aus, was insgesamt bei allen Gesprächen herausgekommen ist.

Wer wissen will, was die Bürger denken, müsste eigentlich jeden Einzelnen fragen. „Doch das kann ich nicht“, räumt Thomas Petersen ein. „Deswegen müssen diejenigen, die ich frage, für alle stehen.“ Deshalb können die Befrager nicht einfach irgendwem Fragen stellen. Sie erhalten Vorgaben. Die könnten so aussehen: Befrage genauso viele Männer wie Frauen. Wähle Leute, die jünger sind als 30 Jahre. Und auch welche, die älter sind als 60. Wähle Menschen aus, die arbeiten, und welche, die nicht arbeiten.

Und die Befrager sprechen nicht unbedingt mit der Person, die beim Telefonanruf den Hörer abhebt. Sie fragen dann etwa: Wer hatte bei ihnen zuletzt Geburtstag? Warum denn das? Weil so der Zufall dafür sorgen soll, dass Hunderte Befragte die Meinung von Millionen Wählern abbilden.

Die Ergebnisse sind manchmal ein wenig ungenau. Aber im Großen und Ganzen ergeben sie ein recht stimmiges Bild. dpa

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