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Grüner Knopf an der Kleidung

12.09.2019, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Diese Kleidung soll nicht mit Kinderarbeit und unter schlechten Bedingungen hergestellt werden

Knöpfe sitzen an Blusen, Jacken oder Hosen. Dort halten sie meist zwei Stoffe zusammen. Ein Minister der Regierung will, dass bald möglichst viel Kleidung zusätzlich grüne Knöpfe zeigt. Die sollen aber nichts schließen.

Unsere Kleidung wird oft in anderen Ländern hergestellt. Hier etwa nähen Menschen in Indien.  Foto: Aijaz Rahi
Unsere Kleidung wird oft in anderen Ländern hergestellt. Hier etwa nähen Menschen in Indien. Foto: Aijaz Rahi

BERLIN (dpa). Schau dir einmal dein TShirt oder deinen Pulli genauer an. Erkennst du, in welchem Land die Kleidung genäht wurde? Das steht meist auf dem Schildchen. Was dort aber nicht steht: Haben die Arbeiterinnen und Arbeiter genug Geld dafür bekommen? Und sind vielleicht beim Färben giftige Stoffe in die Umwelt gelangt?

Solche Fragen lassen sich meist kaum beantworten. Denn die Kleider-Fabriken stehen oft in weit entfernten Ländern. Man sieht also nicht, wie es dort zugeht. Deswegen hat ein Minister in der Bundesregierung am Montag ein neues Logo vorgestellt: „Grüner Knopf“. Siehst du in einem Kleidungsstück einen Zettel mit einem grünen Knopf drauf, zeigt das: Es wurde unter ziemlich guten Bedingungen hergestellt.

Das bedeutet: Die Näherinnen und Näher bekommen für ihre Arbeit immer pünktlich ihren Lohn. Außerdem arbeiten in dieser Fabrik keine Kinder. Und alle Maschinen und Gebäude müssen sicher sein, also etwa keine spitzen Kanten haben. Für Notfälle wie etwa einen Brand gibt es genügend Notausgänge. Das alles wird kontrolliert.

Maik Pflaum findet aber, dass diese Vorschriften nicht ausreichen. Er ist in einer Organisation, die sich für die Rechte der Arbeitenden in der Mode-Industrie einsetzt. Zum Beispiel würden viele Näherinnen und Näher nicht genug Lohn bekommen, sagt er. „Ein Lohn reicht für eine Familie oft nicht.“

Außerdem findet Maik Pflaum die Überprüfungen nicht richtig. Denn die deutsche Regierung schickt nicht selbst Kontrolleure in die Fabriken im Ausland. „Sondern das machen private Firmen“, sagt er. „Diese Kontrolleure sprechen oft gar nicht mit den Näherinnen.“ Aus Angst ihre Arbeit zu verlieren, wollten die Arbeiter oft auch nichts sagen.

Maik Pflaum und andere finden: Es sollte nicht nur freiwillige Logos wie den grünen Knopf geben. Stattdessen solle die Regierung ein strenges Gesetz machen. Damit Arbeiterinnen und Arbeiter auf der ganzen Welt geschützt werden, die für uns etwas herstellen.

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