Paulas Nachrichten

Grüne Teppiche – Moose wachsen fast überall

13.05.2009, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Aus den Ritzen einer Mauer guckt es grün heraus, auf einem Baumstumpf liegt ein grünes Polster. Moose wachsen auf Steinen und Baumrinde ebenso wie auf Holzstumpen und direkt auf der Erde. Und das im Wald genauso wie auf Wiesen, im Moor oder in der Stadt. Moose kann man wirklich fast überall finden.

Die grünen Pflänzchen wachsen nicht besonders hoch und sind oft nicht auffällig. Aber sie sind sehr wichtig für die Natur: Sie speichern Wasser. Und sie schirmen den Boden unter sich ab. So trocknet er nicht aus.

In Deutschland gibt es rund 1000 verschiedene Moosarten. Am liebsten mögen sie es feucht und eher kühl. Es gibt aber auch Arten, die über längere Zeit ohne Wasser auskommen. Dann trocknen sie völlig aus und fallen in eine Art Trockenstarre. Wenn sie später wieder feucht werden – weil es regnet oder ihr sie gießt –, wachsen sie weiter.

In Mooren wachsen Torfmoose. Sie wachsen am oberen Ende immer weiter, im Sommer, im Winter, jahrelang. Und unten sterben sie nach und nach ab. Aber die abgestorbenen Pflanzenteile vergammeln nicht komplett wie Laubblätter, die im Herbst runterfallen. Dafür ist es im Moorboden zu feucht und zu sauer – etwa so wie Essig. Aus den Moosresten entsteht eine besondere Erde. Sie wird Torf genannt. Bis neuer Torf entsteht, dauert es aber sehr lange: In 1000 Jahren wächst der Torf oft nur rund einen Meter hoch. Torfmoose stehen in Deutschland unter Naturschutz.

Wie ein grünes Polster legt sich Moos über viele Dinge. Moose wachsen auf Steinen und Baumrinde ebenso wie auf Holzstumpen und direkt auf der Erde. Foto: Angelika Göllnitz

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