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Giganten aus Holz: Mammutbäume werden uralt

19.03.2008 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

(dpa) Sie wachsen hoch in den Himmel und überragen so manche Kirchturmspitze: Mammutbäume. Ihre Stämme können so dick werden, dass man einen Tunnel für Autos hineinbohren kann. Andere Bäume wirken im Vergleich dazu wie dünne Stöcke! Mammutbäume sind auch richtig schwer: Manche wiegen ungefähr 2400 Tonnen. So viel würden auch 480 Elefanten etwa auf die Waage bringen.

Der höchste, lebende Mammutbaum ist etwas mehr als 115 Meter hoch so hoch wäre ein Hochhaus mit ungefähr 25 Stockwerken. Es ist ein Küstenmammutbaum, der in Kalifornien im Westen der USA wächst. Außerdem gibt es in der Gegend Riesenmammutbäume. Und in China wachsen sogenannte Urweltmammutbäume. Fossilienfunde beweisen, dass es vor Millionen Jahren noch weitaus mehr Arten gab, die über die ganze Welt verbreitet waren, sagt Gesche Hohlstein. Sie ist Biologin im Botanischen Museum in Berlin. Viele Mammutbäume wurden aber abgeholzt. Inzwischen stehen sie unter Naturschutz.

Mammutbäume können steinalt werden. Einige sollen mehr als 3000 Jahre auf dem Buckel haben. Die Nadelbäume sind nämlich sehr robust. Sie sind unempfindlich gegen den Befall von Bakterien, Pilzen und Parasiten, erklärt Gesche Hohlstein. Außerdem sind sie in eine sehr dicke Rinde eingepackt. Bei älteren Riesenmammutbäumen misst allein dieser Panzer 60 Zentimeter. So dick sind einige Bäume in unseren Gärten als Ganzes, nicht nur deren Rinde! Der Rindenpanzer schützt Mammutbäume vor Bränden. Das Feuer hat für sie auch einen guten Effekt: Bei der großen Hitze öffnen sich ihre Zapfen. Dann fallen Samen heraus. Und die finden auf dem kahl gebrannten Waldboden mehr Licht, um zu keimen. Mit etwas Glück wächst aus so einem Keim ein neuer, eindrucksvoller Riesenbaum heran.

Die Aufnahme zeigt Mammutbäume im Sequoia National Park in Kalifornien, USA. Mammutbäume gibt es wild noch in Kalifornien, im Westen der USA. Wenn man durch so einen Wald läuft, fühlt man sich als Mensch winzig klein. Foto: Alexandra Picavet

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