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Giftige Spinnen mitten in der Stadt

03.02.2021 05:30, Von Birk Grüling — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

In der australischen Großstadt Sydney gibt es in jeder Arztpraxis ein Mittel gegen den Biss dieser gefährlichen Tiere

Die Sydney-Trichternetz-Spinne gilt als eine der giftigsten Spinnen der Welt. Sie lebt mitten in der australischen Großstadt Sydney. Ihr Gift ist zwar gut erforscht. Wissenschaftler der Universität Hamburg wollen aber mehr über diese Tiere erfahren.

Die Trichternetz-Spinne lebt in Australien in der Stadt Sydney. Sie gilt als giftigste Spinne der Welt.  Foto: Peter Michalik/Universität Greifswald
Die Trichternetz-Spinne lebt in Australien in der Stadt Sydney. Sie gilt als giftigste Spinne der Welt. Foto: Peter Michalik/Universität Greifswald

HAMBURG. In der Stadt Sydney in Australien kennt diese Spinne wohl tatsächlich fast jedes Kind: die Sydney-Trichternetz-Spinne. Denn sie ist eine der giftigsten Spinnen der Welt. Ausgerechnet sie lebt inmitten der großen Stadt und in deren Umkreis.

Sydney-Trichternetz-Spinnen leben in Röhren, etwa unter Steinen und Baumstämmen. Sie graben sich aber auch in die Erde. Ihre Röhren kleiden sie mit Spinnenseide aus. Die gesponnene Öffnung sieht aus wie ein Trichter, daher kommt auch der Name.

In der Paarungszeit verlassen die Männchen ihre Röhren und gehen auf die Suche nach Weibchen. Dabei kommt es nicht selten vor, dass sich Mensch und Spinne begegnen. Diese Begegnungen sind nicht ungefährlich.

Die Spinne kann Schuhsohlen durchbeißen

Die etwa handtellergroße Spinne hat kräftige Beißwerkzeuge, mit denen sie ihr Gift überträgt. Damit kann sie sogar Schuhsohlen durchbeißen. Das Gift der Männchen kann einen Menschen innerhalb einer Stunde töten. Die gute Nachricht ist: Das ist sehr lange nicht mehr passiert. Jede Arztpraxis in Sydney hat wirksames Gegengift da.

Viel weniger als über das Gift der Tiere weiß man aber über ihr Verhalten und Leben. Das möchte Danilo Harms ändern. Er ist Spinnenexperte vom Hamburger Centrum für Naturkunde. „Über das Gift der Spinnen wissen wir fast alles. Mich interessieren vor allem ihre Bewegung, ihre Verbreitung und die Frage, wie viele Arten dieser Spinnen es überhaupt gibt“, erklärt der Forscher. Um Antworten zu finden, klebten die Forscher giftigen Männchen kleine Sender auf den Rücken. So konnten sie deren Bewegungen nachverfolgen. Dafür streiften sie nachts in Sydney durch Parks und hielten nach Männchen Ausschau, die auf der Suche nach Weibchen waren.

„Wir haben sie eingefangen und mit kaltem Wasser ein wenig betäubt. So konnten wir schnell einen Sender auf dem Rücken kleben und sie wieder freilassen“, berichtet Danilo Harms.

Erste Erkenntnisse gibt es bereits. Zum Beispiel bewegen sich die Männchen pro Nacht etwa 40 bis 80 Meter. Für eine Spinne ist das eine Menge. Außerdem gibt es wohl nicht nur eine Trichternetz-Spinnen-Art, sondern gleich mehrere.

„Wenn es mehrere Arten gibt, könnten ihre Gifte auch unterschiedlich wirken. Wenn wir die Unterschiede kennen, können wir Bissopfer noch besser behandeln“, erklärt Danilo Harms.

Doch nicht nur Menschen sollen durch das Forschungsprojekt besser geschützt werden. Mit dem Wissen, wie und wann diese Tiere mit Menschen in Kontakt kommen, und wo die meisten von ihnen leben, kann diese Trichternetz-Spinne vor dem Aussterben bewahrt werden. Schließlich lebte die Spinne schon lange vor den ersten Menschen im Gebiet der Stadt Sydney. Doch weil die Stadt immer größer wird, müssen diese Tiere um ihren Lebensraum fürchten.

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