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Gestatten, Biber mein Name!

09.06.2012, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Sie sind super Schwimmer und tolle Baumeister: die Biber. Mit ihren scharfen Zähnen können sie ganze Bäume umnagen. Doch wer einen Biber beobachten will, muss Geduld haben – denn die Tiere sind sehr scheu.

Ein angenagter Baumstamm. Ganz klar, hier war ein Biber am Werk.  Foto: Stefanie Paul
Ein angenagter Baumstamm. Ganz klar, hier war ein Biber am Werk. Foto: Stefanie Paul

Da! Eine Markierung! Direkt am Ufer des Sees. Fast hätte man sie übersehen. Denn sie ist ziemlich unscheinbar. Es ist nur ein Häufchen aus ein bisschen nasser Erde und einigen Blättern. „Aber dieser kleine Erdhaufen verrät uns eine ganze Menge“, sagt Anke Willharms. Nämlich, dass hier ein Biber lebt – in dem großen Naturschutzgebiet nahe von Berlin.

Anke Willharms kennt sich gut mit Bibern aus. Sie beschäftigt sich schon viele Jahre mit den Nagetieren. „Mit solchen kleinen Erdhaufen markiert der Biber sein Revier“, erklärt die Expertin und blickt sich um. Doch weit und breit kein Biber in Sicht. Das ist aber gar nicht verwunderlich. „Denn es sind scheue Tiere.“

In einigen Schritten Entfernung von der Markierung findet Anke Willharms noch einen anderen Hinweis auf den Biber. Denn ein paar Meter vom Ufer entfernt, mitten im Wasser, steht eine sogenannte Biber-Burg: Sie ist rund und besteht aus vielen einzelnen Ästen und Zweigen. Die sind kreuz und quer aufeinandergelegt und miteinander verwoben. Hier lebt eine ganze Biberfamilie.

„Der Eingang zur Biber-Burg liegt unter Wasser“, erklärt Anke Willharms. Wenn der Biber also in sein Zuhause will, muss er erst einmal abtauchen. So schützen die Biber ihren Wohnort vor Eindringlingen und Feinden.

„Innen drin gibt es dann einen Wohnkessel. Eine Art Einzimmerwohnung“, verrät die Expertin.

Der Wohnkessel liegt aber über der Wasseroberfläche, im Trockenen. Der Biber muss also erst zum Eingang hinuntertauchen und dann in seinen Wohnkessel hochkrabbeln.

„Viele Menschen denken, der Biber baut sich immer so eine Burg. Aber das mag er eigentlich gar nicht so arg“, sagt Anke Willharms. Denn so eine Biber-Burg ist viel Arbeit und der Biber ist an sich ein bisschen bequem.

Deshalb gräbt er lieber Erdlöcher – zum Beispiel in die steilen Uferwände. Auch dann ist der Eingang unter Wasser und der Wohnkessel liegt oberhalb.

 

Nicht jeder mag den Biber

Biber sind echt niedlich – aber nicht jeder mag die Tiere.

Denn diese Leute finden: Der Biber richtet große Schäden an. Denn er nagt Bäume und Sträucher kaputt.

Manche Leute finden auch die Biberdämme problematisch. Denn sie stauen das Wasser an. Das führt manchmal dazu, dass Wiesen, Felder oder Wege überflutet werden.

Außerdem können Biber Deiche zerstören, die vor Überflutungen schützen sollen. In die Deiche buddeln die pelzigen Tierchen manchmal ihre Höhlen, und dadurch werden die Deiche instabil. An manchen Orten werden die Tiere deswegen eingefangen. Man bringt sie dann an andere Orte, wo sie die Menschen nicht so stören.

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