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Geschichten zum Mitfiebern

20.04.2013 00:00, Von Julia Lutzeyer — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Am 23. April startet das 20. Internationale Trickfilm-Festival

Der Stuttgarter Schlossplatz, das Mercedes-Benz-Museum und sieben Kinos: Sie alle werden für sechs Tage von gezeichneten und gekneteten Figuren bevölkert. Der Grund ist ein großer Wettbewerb für Trickfilme. Zu dem gehört ein Kinderprogramm.

Auch die Figuren von „Ice Age“ lassen sich auf dem Festival blicken: Der Film läuft am 23. April, 20 Uhr, auf dem Schlossplatz.  Foto: Verleih
Auch die Figuren von „Ice Age“ lassen sich auf dem Festival blicken: Der Film läuft am 23. April, 20 Uhr, auf dem Schlossplatz. Foto: Verleih

Etwa 250 Kinderfilme aus der ganzen Welt haben sich Iris Loos und ihr Team im Dezember 2012 angeschaut. Nicht einfach so zum Spaß, sondern um das Kinderprogramm für das Internationale Trickfilm-Festival 2013 zusammenzustellen.

„Aus unserer Auswahl entstehen dann Programmblöcke für verschiedene Altersgruppen“, erklärt Iris Loos. So laufen in der Reihe Tricks for Kids (Tricks für Kinder) Filme, an denen schon Vierjährige Spaß haben, aber auch welche, die eher für Schulkinder ab sieben Jahre sind.

Manche Programme zeigen nur Kurzfilme, andere Serien und wieder andere Trickfilme in Spielfilmlänge. Seit es das Kinderprogramm beim Internationalen Trickfilm-Festival gibt, hat Iris Loos das Sagen, was die jungen Zuschauer dort Jahr für Jahr zu sehen bekommen. Schließlich hat sie beruflich täglich mit Kindern zu tun.

Am Stuttgarter Rotebühlplatz leitet sie den Treffpunkt Kinder. Dort finden Kinder Raum und Zeit, um zu malen, zu basteln, Filme und Theateraufführungen anzuschauen oder an Werkstattangeboten teilzunehmen.

Deswegen weiß Iris Loos auch: „Wenn es um Kindertrickfilme geht, sind Kinder die schärfsten Kritiker. Deshalb ist Qualität, die auch Spaß macht, schon für die Kleinsten wichtig.“ Auf das treffsichere Urteil von Kindern verlässt sich auch die Festivalleitung bei den Preisen für die Kindertrickfilme. Sieben Mädchen und Jungen im Alter von zehn bis zwölf Jahren gehören zur Kinderjury.

Nachdem sie sich für die Aufgabe beworben haben und ausgewählt wurden, werden die jungen Preisrichter vor dem Festival geschult. „Dabei legt man gemeinsame Beurteilungskriterien fest“, erzählt Iris Loos. „Über den Preis entscheiden die Kinder dann aber völlig selbstständig.“ Wie gut das Urteil der Kinder bisher war, begeistert die Programmmacherin. „Immer war es eine wunderbare, gut begründete und stimmige Entscheidung, die die Kinderjury gefällt hat. Kein Erwachsener hätte es besser machen können. Hut ab vor der Kinderjury.“

Doch was macht einen guten Trickfilm für Kinder aus? „Gute Filme“, erklärt Iris Loos, „bieten Kindern durch ihre Geschichte und Umsetzung Anknüpfungspunkte an das eigene Leben, auch wenn sie in fremden Welten spielen.“

Gute Themen seien daher: Freundschaft, Familie und Schritte in die Selbstständigkeit. „Kinder möchten mit ihren Helden mitfiebern und mitgewinnen.“ Ein hoffnungsvolles Ende sei daher wichtig. Das bedeutet aber nicht, dass es in Kinderfilmen immer nur heiter zugehen müsse.

„Ein guter Kinderfilm kann witzig sein, aber auch traurig. Gefährliche Szenen oder Themen gehören dazu, wenn sie denn gemeistert werden. Ein guter Kinderfilm mutet jungen Zuschauern etwas zu, nimmt sie ernst, gibt Zuversicht“, sagt Iris Loos. Und dann gefalle er auch Erwachsenen.

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