Paulas Nachrichten

Gemeinsam wird es bunter

16.06.2018, Von Philipp Brandstädter — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

In einer Flüchtlingsunterkunft gärtnern Anwohner und Mitschüler der Kinder

In einer Unterkunft für Geflüchtete hatten Kinder eine tolle Idee: Gemeinsam mit Anwohnern und Mitschülern wollen sie ihre Nachbarschaft verschönern. Schließlich will sich doch jeder in seinem Zuhause wohlfühlen. Beim Gärtnern und Müllsammeln packen alle gemeinsam mit an.

In einer Flüchtlingsunterkunft in Marienfelde errichteten Anwohner und Mitschüler der Kinder einen Barfußpfad. Foto: Philipp Brandstädter

Mit bloßen Händen buddeln die Kinder in der Erde. Fix ist ein Loch gegraben, ein Pflänzchen in den Boden gesetzt und gegossen. Schon bald werden hier Karotten, Kräuter und Salat wachsen.

Der Garten gehört zu einer großen Unterkunft für Geflüchtete in der Stadt Berlin. Kinder und Erwachsene aus vielen Ländern leben dort zusammen. Aus Syrien, Serbien und Tschetschenien zum Beispiel.

Bei so vielen verschiedenen Sprachen ist es nicht immer leicht, sich untereinander zu verständigen. Doch bei der Arbeit im Garten verstehen sich die Kinder fast ohne Worte.

Gemeinsam mit anderen soll alles schöner gemacht werden

In der Unterkunft kennen sich die Leute recht gut. Mit den Nachbarn haben sie bislang noch nicht so viel zu tun. Das soll sich nun ändern. Denn gemeinsam mit Schulkindern aus der Umgebung und Anwohnern wollen die Geflüchteten ihre Umgebung verschönern.

„Von der Unterkunft bis zur Schule bepflanzen wir Grünstreifen und Baumscheiben“, erklärt Simon Höhler. Mit Baumscheiben sind die Beete um einzelne Bäume gemeint, etwa am Straßenrand. Der siebenjährige Mohammed erzählt: „Ich laufe jeden Tag zur Schule und finde es schön, wenn auf dem Weg Blumen sind.“

Simon Höhler arbeitet mit den Kindern und Jugendlichen in der Unterkunft. Die Kinder haben sich einiges vorgenommen, erzählt er. „Ein paar Kinder wollen gemeinsam Müll aufsammeln. Andere werden Nistkästen und Hochbeete bauen oder Stromkästen verzieren.“ Der achtjährige Jihan aus Syrien sagt zum Beispiel: „Ich finde es gut, dass wir den Müll aufsammeln, weil sonst auch Tiere den essen.“

Auch der Straßenrand soll verschönert werden

Erst haben sich die Mitarbeiter aus der Unterkunft bei der Stadt erkundigt, ob sie am Straßenrand etwas verschönern dürfen. Danach überlegten Kinder aus der Unterkunft, wie sie ihre Umgebung gestalten könnten. Und wie das zusammen mit den Nachbarn geht.

Überall in Deutschland gibt es Ideen für ein Miteinander von Geflüchteten und Leuten, die schon länger in Deutschland leben. Nur bekommen davon nicht immer alle etwas mit. Die Kinder in Berlin haben darum zu einem großen Fest eingeladen.

Mit Kaffee, Kakao und Kuchen. Bald wollen sie alle zusammen einen Spaziergang unternehmen. So wollen sie noch mehr Leute kennenlernen. Und sich gemeinsam überlegen, wie die Umgebung schöner werden kann. Schließlich wollen sich doch alle in ihrer Nachbarschaft wohlfühlen. Dass sich Menschen aus allen Ecken der Welt anfreunden können, haben die Kinder aus der Unterkunft für Geflüchtete ja schon bewiesen.

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Hallo, liebe Kinder,

in dieser Woche bin ich mal ganz früh zum Andreas gewatschelt. Es war so warm. Deshalb habe ich nicht so lange schlafen können.

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