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Geflügelte Vielfresser sind wieder da

29.04.2009 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Plötzlich brummt und surrt es im Wald und auf den Feldern wie verrückt. Gerade im Mai fliegen viele Maikäfer umher. Seltsam nur, dass die kleinen Tiere Maikäfer heißen. Ob sie nur im Mai leben?

„Die Maikäfer tauchen tatsächlich vor allem im Mai auf“, erklärt der Zoologe Julian Heiermann vom Naturschutzbund Nabu in Berlin. Das liegt daran, dass die Käfer Ende April den Boden verlassen und an die Luft kommen. „Die haben dann richtig großen Hunger und fressen im Mai viele Blätter, besonders von Eichen.“ Deswegen können sie auch eine Belastung für die Bäume sein. „Sie mümmeln nämlich nicht nur auf einem Blatt herum, sondern können in Schwärmen in kürzester Zeit ganze Bäume kahl fressen“, sagt Heiermann.

Noch mehr Probleme können allerdings die Larven machen, die sogenannten Engerlinge. Nachdem die Mutter die Eier in die Erde gelegt hat, dauert es ein paar Wochen, bis die Larven schlüpfen. Danach bleiben sie einige Jahre im Boden. Dort fressen sie in riesigen Mengen Wurzeln von Gräsern und Bäumen. „Das ist für die Pflanze schädlicher als der Blattfraß“, erklärt Heiermann. „Denn wenn die Wurzeln irgendwann weggefressen sind, sterben auch große Bäume.“ Schuld daran sind aber nicht allein die Engerlinge oder der Maikäfer. „Stattdessen sind die Menschen schuld“, sagt der Fachmann. Sie verpesten zum Beispiel mit den Abgasen der Autos die Umwelt und dadurch werden die Bäume immer schwächer. Normalerweise können sich Bäume nämlich dagegen wehren, dass ihre Wurzeln und Blätter gefressen werden. „Sie können zwar nicht weglaufen“, sagt Heiermann. „Aber sie können Gifte und bittere Stoffe abgeben, die den Käfern und Larven nicht schmecken – und die deswegen nicht so viel fressen.“

Wenn es den Bäumen schlecht geht, können sie sich schlechter wehren. „Deswegen müssen sich die Engerlinge und Maikäfer gar nicht anstrengen, wenn sie viel fressen wollen“, sagt Heiermann.

Ein Maikäfer in einer Buchenhecke Foto: Boris Roessler

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