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Paulas Nachrichten

Gedanken sind Ströme

13.07.2009 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Der Kopf denkt – und der programmierte Rechner führt diese Befehle aus. Damit das so funktioniert, haben Wissenschaftler Verbindungen zwischen dem menschlichen Gehirn und Computern gebaut. Die Testpersonen setzen eine Art Badekappe auf, eine Mütze mit 64 Elektroden. Sie befestigen sie mit Gel an der Kopfhaut. Das klebt ein wenig, tut aber nicht weh. Wer die Kappe trägt, sieht ein bisschen aus wie ein Igel.

Die Elektroden – kleine Metallteile – auf dem Kopf und auf der Nase nehmen nun die Hirnströme auf. Das geht, weil jeder Gedanke im Kopf ein elektrisches Signal erzeugt. Das wird von der Elektrode aus über die Kabel an einen Computer weitergeleitet. Der Rechner erkennt dann zum Beispiel den Gedanken: linken Arm anheben!

In der Praxis ist das aber alles nicht so einfach. Denn im Gehirn können ganz viele Gedanken zur selben Zeit auftauchen. Es ist für Informatiker sehr schwierig, den Computer nur einen ganz bestimmten Befehl lesen zu lassen. Bei vielen Testpersonen funktioniert das überhaupt nicht. Noch weiß niemand, warum das so ist.

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