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Gase heizen den Planeten auf

03.11.2021 05:30, Von Philipp Brandstädter — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Der Mensch verändert das Klima rasanter als je zuvor. Es wird immer wärmer auf der Erde. Das geschieht vor allem wegen bestimmter Gase in unserer Luft. Ein Experte erklärt uns, warum das so ist.

Autos stehen auf der überfluteten Bundesstraße 265 bei Erftstadt im Wasser (links). Wegen des Klimawandels kommt es zu mehr extremen Wetter-Ereignissen wie heftigen Regenfällen. Diese können zu Überschwemmungen führen, auch in Deutschland. Die Glaskolben und Glasröhren (rechts) stehen in einem Labor des Leibniz-Instituts für Troposphärenforschung. Im Labor können Forschende die Luft in Glasröhren und Glaskolben durch chemische Reaktionen in ihre Bestandteile aufspalten.  Fotos: Marius Becker/Philipp Brandstädter
Autos stehen auf der überfluteten Bundesstraße 265 bei Erftstadt im Wasser (links). Wegen des Klimawandels kommt es zu mehr extremen Wetter-Ereignissen wie heftigen Regenfällen. Diese können zu Überschwemmungen führen, auch in Deutschland. Die Glaskolben und Glasröhren (rechts) stehen in einem Labor des Leibniz-Instituts für Troposphärenforschung. Im Labor können Forschende die Luft in Glasröhren und Glaskolben durch chemische Reaktionen in ihre Bestandteile aufspalten. Fotos: Marius Becker/Philipp Brandstädter

Mal ist es kälter, mal wärmer auf der Erde. Für unseren Planeten ist das eigentlich normal. Doch durch den Menschen hat sich das Klima sehr schnell verändert. Die Folge: Die Natur gerät aus ihrem Gleichgewicht. Lebensräume verändern sich, was das Leben von Pflanzen, Tieren und auch uns Menschen bedroht.

Die Erde heizt sich auf. Der Hauptgrund dafür liegt in bestimmten Gasen in unserer Luft. Eines davon ist Kohlenstoffdioxid. Es wird auch CO2 genannt. CO2 ist ein Gas, das wir weder sehen noch riechen können. Pflanzen brauchen es um zu wachsen. Wir atmen es aus. Und in Getränken wie Brause sorgt es für die Blubberblasen.

Die Bezeichnung CO2 zeigt eigentlich schon, wie das Gas aufgebaut ist. Alles in unserem Universum ist aus Atomen aufgebaut. Kohlenstoffdioxid besteht aus drei Atomen: ein Kohlenstoff-Atom (dafür steht das C) und zwei Sauerstoff-Atome (dafür stehen die zwei O).

„Drei Atome machen einen Unterschied“, sagt der Experte Dominik van Pinxteren. Denn solche Bausteine mit wenigstens drei Atomen können die Wärmeenergie der Sonnenstrahlen aufnehmen. Die Gase Stickstoff und Sauerstoff, aus denen die Luft zum größten Teil besteht, bestehen in ihren grundlegenden Bestandteilen nur aus je zwei Atomen. Sie lassen die Wärmestrahlen der Sonne passieren.

„Doch ein Gas wie CO2 ist für die Strahlen empfänglich“, erklärt der Fachmann. Was ist nun das Problem? Das Sonnenlicht strahlt auf die Erde.

„Ein Teil der Strahlen wird zurückgeworfen und versetzt dann das CO2 in Schwingung, was die Wärme teilweise auf die Oberfläche der Erde zurückschickt“. CO2 sorgt also dafür, Sonnenwärme auf der Erde zu halten. Je höher der Anteil dieser Gase in der Luft ist, desto wärmer wird es.

Mit dem verbrannten Öl pusten wir mehr CO2 in die Luft

Hier kommen wir Menschen ins Spiel. Indem wir etwa Öl verbrennen, um Motoren anzutreiben oder Gebäude zu heizen, pusten wir vermehrt CO2 in die Luft. Auch die Landwirtschaft heizt der Erde ein, vor allem die Viehhaltung. Kühe etwa rülpsen und pupsen reichlich das Gas Methan aus. Beim Düngen der Felder wird Lachgas freigesetzt. Beide Gase reagieren ebenfalls auf die Sonnenstrahlen und tragen zum Klimawandel bei.

In den vergangenen 150 Jahren ist der Anteil von CO2 in der Luft gestiegen, besonders stark in den letzten 30 Jahren. Der Wandel geschieht immer schneller. „Was zuvor in Millionen Jahren passieren konnte, verursachen wir Menschen in wenigen Jahrzehnten“, erklärt Dominik van Pinxteren. Für die Erde hat das schwerwiegende Folgen.

Je wärmer die Luftschichten über der Erde werden, desto mehr Energie haben sie. Was das bedeutet, können wir immer öfter in den Nachrichten sehen: heftige Stürme und Hochwasser hier, lange Dürren und Waldbrände dort. Das Eis an Nordpol und Südpol schmilzt immer mehr, der Meeresspiegel steigt.

Der Klimawandel gefährdet das Leben auf der Erde. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass der Mensch schnell weniger klimaschädliche Gase verursacht. Wenn wir das schaffen, kann die Natur das vorhandene CO2 nach und nach speichern, etwa in Pflanzen und Meeren.

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