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29.01.2013, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Papierkleider waren einmal der Hit – Nun sind die Einwegklamotten im Museum zu sehen

Eine Besucherin schaut sich Papierkleider an.

Praktisch hört sich die Idee schon an: Klamotten aus Papier. Doch sehen die auch gut aus? Langweilig jedenfalls nicht. Schließlich kann man das in Form geschnippelte Material farbenfroh bemalen oder kunstvoll falten. Und statt Papierklamotten zu waschen, kann man sie einfach wegwerfen, wenn sie nicht mehr sauber oder ganz verknittert sind. Nur im Winter und bei Regen sind Kleider aus Papier wahrscheinlich nicht so gut zu gebrauchen. Schließlich wärmen sie nicht gut genug und weichen durch Nässe schnell auf. Es sei denn, sie sind mit einer wasserfesten Folie beschichtet.

Solche Kleider aus Papier sind keine Hirngespinste. Es gab und gibt sie tatsächlich. Um das Jahr 1966 herum waren Papierklamotten in den USA und in Europa sogar der letzte Schrei. Denn damals hatte ein US-amerikanisches Papierunternehmen das Einwegpapierkleid auf den Markt gebracht. Diese neue Erfindung wurde zunächst vor allem für Werbezwecke angezogen. Menschen bedruckten sie mit Markenzeichen, etwa von Schokoriegelherstellern, und gingen damit wie wandelnde Litfaßsäulen auf die Straße. Auf manchen Papierkleidern wurde sogar Werbung für Politiker gemacht. Zu der Mode dieser Zeit gehörte das Experimentieren mit neuen Materialien, zum Beispiel mit durchsichtigem Plastik, aber eben auch mit billigem Karton oder Papier.

Während Papier in Europa und den USA als alltägliches Material kein sonderlich hohes Ansehen hat, gilt es in Japan als wertvoll. Das zeigt sich darin, dass es Papierkleider in Japan schon viel länger gibt und dass diese oft sehr prunkvoll gestaltet sind.

Wer Papierkleider aus Asien, Europa und den USA vergleichen will, kann das jetzt in einer Ausstellung in Waiblingen tun. Noch bis zum 21. April zeigt die Galerie Stihl die Ausstellung „Pap(i)er Fashion – Pop. Avantgarde. Asiatika“. Fashion (sprich: „fäschon“) heißt auf Deutsch Mode.

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