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Futter auslegen und Vögel beobachten

04.01.2022 05:30, Von Doreen Garud — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Wie schön sie flattern und trillern! Wer ein Vogelhaus im Garten hat, kann die überwinternden Vögel beobachten. Einige Dinge sollten dabei beachtet werden.

Eine Blaumeise holt sich an einem Vogelhäuschen Futter. Das Futter für die Vögel sollte immer so ausgelegt werden, dass es nicht nass wird.  Foto: Christoph Soeder/dpa
Eine Blaumeise holt sich an einem Vogelhäuschen Futter. Das Futter für die Vögel sollte immer so ausgelegt werden, dass es nicht nass wird. Foto: Christoph Soeder/dpa

Meisen, Finken, Rotkehlchen und Drosseln kommen besonders gern angeflattert. Diese Vögel gehören zu den häufigsten Gästen an Vogelhäusern. Dann picken sie sich ein Stück Nuss oder einen Samen und fliegen wieder davon.

Gerade im Winter befüllen viele Menschen Vogelhäuser in ihrem Garten oder auf dem Balkon. Sie wollen die Tiere beobachten und ihnen etwas Gutes tun. Sie denken: Da gerade wenig Nahrung zu finden ist, brauchen die Vögel unsere Hilfe. Aber stimmt das wirklich?

„Was die Tiere tatsächlich brauchen, ist Lebensraum“, sagt Angelika Nelson. Sie arbeitet beim Landesbund für Vogelschutz in Bayern und kennt sich gut mit Vögeln aus. Ein toller Lebensraum für viele Vögel sei ein naturnaher Garten, sagt die Expertin. Naturnah heißt: Dort wachsen heimische Pflanzen, die Hecken werden nicht schon im Herbst geschnitten, und das Laub bleibt erst mal liegen. „Im Laub können sich Insekten verstecken. Dann laufen zum Beispiel Amseln herum und suchen die Insekten“, sagt Frau Nelson. An den heimischen Hecken wachsen Beeren, die von den Vögeln gefressen werden. Die Tiere können sogar gefrorene Beeren schlucken!

Wer möchte, könne die Vögel auch füttern, meint Angelika Nelson. Sie hat einen Vergleich: Eine Futterstelle ist für die Tiere so, wie wenn wir ins Restaurant gehen. Es ist einfacher für sie. So wie es für uns einfacher ist, wenn wir nicht selber kochen müssen. „Aber wenn man mal einen Tag lang vergisst, Futter reinzulegen, können sich die Vögel auch selbst was suchen“, sagt sie.

Was aber macht eine gute Futterstelle aus? Sie befindet sich dort, wo sich die Vögel sicher und wohlfühlen. In der Nähe sollten Sträucher sein, damit sie sich verstecken können. Aber nicht in den Strauch hängen! Dort könnten Katzen auf Beute lauern. „Da muss man aufpassen, dass es nicht zu einer Futterstelle für Katzen wird“, sagt Frau Nelson.

Die Expertin empfiehlt auch, Säulen oder Silos aufzuhängen. So bleibt das Futter trocken und trotzdem gelangt kein Kot hinein. Wer ein richtiges Häuschen aufstellt, sollte es regelmäßig saubermachen, also ausbürsten. Und noch ein Tipp: ruhig mehr als eine Futterstelle schaffen. „Wenn dann mal eine große Krähe kommt, haben die kleineren Vögel die Möglichkeit, an die Nebenstelle zu gehen“, sagt Frau Nelson.

Als Futter eignen sich jede Menge Nüsse und Samen. Blaumeisen und Kohlmeisen mögen zum Beispiel Sonnenblumenkerne und gehackte Nüsse. Auch Finken freuen sich darüber. Andere Vögel wie Amseln und Rotkehlchen sind Weichfresser, sie mögen getrocknete Beeren, Rosinen oder auch getrocknete Mehlwürmer. In Fett eingelegte Haferflocken gehen ebenfalls gut. Wer möchte, kann auch füttern, wenn es warm ist. Manche Leute bieten sogar das ganze Jahr etwas an, „Man wird beobachten, dass dann weniger Vögel kommen“, sagt die Expertin. Meisen dulden im Frühjahr nicht mehr, dass andere Meisen in ihr Revier kommen. Im Winter teilen sie das Futter im Vogelhaus eher mit ihren Nachbarn.

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