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Furchtlose Kämpfer aus einem fernen Land

09.07.2022 05:30, Von Philipp Brandstädter — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Sie trugen kunstvoll verzierte Helme, Rüstungen und einen Zopf: Samurai. Über viele Jahrhunderte beeinflussten diese Krieger das Leben im Land Japan. Obwohl sie heute nicht mehr kämpfen, sind viele Menschen noch von ihnen begeistert.

Foto: Jörg Carstensen/dpa
Foto: Jörg Carstensen/dpa

Wir kennen sie aus Comics, Videospielen und Filmen. Auch als Spielfiguren findet man sie häufig: Samurai. Damit sind furchtlose Kämpfer gemeint, die tolle Gewänder oder Rüstungen tragen und oft mit Schwertern bewaffnet sind. Im echten Leben laufen wir einem Samurai eher nicht über den Weg. Doch die sagenumwobenen Krieger hat es wirklich gegeben.

Die Samurai bildeten sich vor etwa 1000 Jahren im Land Japan in Asien heraus. Das Wort Samurai ist japanisch und aus dem Wort Diener abgeleitet. Die Kämpfer waren damals sozusagen der Sicherheitsdienst des Kaisers, des japanischen Herrschers.

Samurai war nur, wer in eine Samurai-Familie hineingeboren wurde. Schon als Kinder und Jugendliche wurden die Samurai für ihre Aufgabe ausgebildet. „Sie lernten das Reiten, mit dem Schwert zu kämpfen, mit Pfeil und Bogen zu schießen und studierten Bücher dazu“, erklärt der Samurai-Experte Alexander Jöchl.

Als jungen Erwachsenen wurde den Kriegern dann eine einheitliche Frisur verpasst: Das Haar an der Stirn wurde rasiert und die langen Haare am Hinterkopf zum Zopf gebunden. Dazu trugen sie etwa Kleider aus Seide oder für den Kampf eine Rüstung aus Leder und Eisenplatten mit kunstvollen Helmen.

Nur die Diener des Kaisers blieben die Samurai nicht lange. „Die Samurai gewannen schnell an Einfluss und übernahmen wichtige Rollen in der Gesellschaft“, erklärt der Fachmann. „Sie beherrschten nicht nur die Kampfkunst, sondern waren auch angesehene Fürsten, Gelehrte, Philosophen, Verwalter oder auch Künstler.“ Dadurch veränderten die Samurai das kulturelle Leben in Japan.

Diese Kultur ist wohl das, was die Menschen bis heute an den Samurai faszinierend finden. „Neben der Kampfkunst stehen die Samurai für Werte, die auch als die sieben Tugenden bekannt sind“, sagt Alexander Jöchl. Dazu gehören etwa Mut und Ehre, Gerechtigkeit und Höflichkeit.

Darüber hinaus stehen die Samurai auch für eine Verbundenheit mit der Natur. „Diese Leute waren sehr gebildet und beherrschten handwerkliche Künste“, erklärt der Experte weiter. Auch eine besondere Teekultur, die es bis heute gibt, gehört zur Tradition der Samurai.

Hunderte Jahre lang spielten die Samurai eine wichtige Rolle in Japan. Doch dann verloren die ehrenvollen Krieger nach und nach an Bedeutung. Europäer kamen nach Japan und brachten Feuerwaffen mit wie etwa Gewehre und Pistolen. Um die zum Kämpfen zu benutzen, brauchte man keine jahrelange Ausbildung mehr.

Schließlich verloren die Samurai einen Machtkampf gegen den Kaiser. Der letzte Samurai kämpfte vor ungefähr 150 Jahren. Ihre Kampfkunst und Tradition hingegen begeistern noch heute viele Menschen.

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