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Für Stuntleute sind blaue Flecken Alltag

16.10.2009 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Erst stürzt er von einer Treppe. Dann muss er sich ein bisschen prügeln. Und später läuft er brennend aus einem Haus. Verrückt und sehr gefährlich sieht das aus! Doch für mehr als 100 Männer und Frauen in Deutschland ist das Alltag. Sie sind Stuntleute – gesprochen: Stant-Leute. Das ist ihr Beruf. Wenn es in einem Film gefährlich wird, sind sie im Einsatz.

Mac Steinmeier aus München ist so ein Stuntman. In Grünwald bei München leitet er ein Stunt-Team. Dort – auf dem Gelände der Bavaria Film – führen er und seine Leute ihr Können auch in einer Stuntshow vor. Außerdem spielen sie in Filmen mit. Oder sie trainieren Schauspieler für gefährliche Rollen.

Damit nichts passiert, gilt für Stuntleute vor allem eins: trainieren, trainieren, trainieren. Denn wer bei einem Sturz aus großer Höhe einen Fehler macht, kann sich heftig wehtun. Angsthasen sind genauso fehl am Platz wie Menschen, die den Helden spielen wollen: „Respekt und Lampenfieber ist ganz gesund für uns. Denn das lässt einen ein bisschen vorsichtiger sein“, rät Mac Steinmeier.

Scarlet Richter ist eine der wenigen Frauen in dem Beruf. Bei der Stuntshow der Bavaria-Filmtour hat die Darstellerin eine brenzlige Rolle: als brennende Frau. Zwar trägt sie dabei einen Schutzanzug. Aber: „Irgendwann wird es warm“, erzählt sie. Deshalb heißt es für sie nach wenigen Minuten wieder: Ab hinter die Bühne. Dort warten schon die Kollegen mit Wasser und pitschnassen Decken. „Notfalls steht da noch die Badewanne mit Wasser gefüllt, in die man reinspringen kann“, erzählt sie.

Auch wenn viele die Stuntleute im Film bewundern: Ihre Arbeit ist knallhart! „Es gibt am Anfang wenig Geld und viele blaue Flecken“, sagt Mac Steinmeier. Trotzdem liebt der 45-Jährige seinen Job: „Natürlich macht es Spaß, wenn man sich im Kino selbst sieht und merkt, dass der Zuschauer gerade schockiert ist – oder lacht, weil man ausgerutscht ist auf einer Bananenschale.“

Zwei Stuntmen zeigen bei einer Stuntshow eine Kampfszene. Bei Stuntmen ist das alles nur Show. Beim Kinnhaken zum Beispiel geht der Schlag eigentlich knapp am Gesicht vorbei – was man nachher nicht sieht. Damit das echt wirkt, kommen im Film später Geräusche dazu: vom Schlagen oder Stöhnen oder Schmerzensschreie. Foto: Tobias Hase

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