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Für Kinder und die Zukunft entscheiden

07.06.2022 05:30, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Politikerinnen und Politiker werden in der Regel von Erwachsenen gewählt. Sie treffen dann Entscheidungen, die alle betreffen. Also auch Kinder! Aber denken sie dabei auch an die jungen Menschen?

Junge Menschen gehen für die Zukunft auf die Straße.  Foto: Philipp Znidar/dpa
Junge Menschen gehen für die Zukunft auf die Straße. Foto: Philipp Znidar/dpa

Der Spielplatz ist gesperrt und die Schulen sind geschlossen. So war es in der Corona-Pandemie. Beschlossen haben diese Regeln Erwachsene in der Politik. Viele Menschen finden, dass bei diesen Entscheidungen nicht an die Interessen und Bedürfnisse von Kindern gedacht wurde. Auch bei anderen politischen Entscheidungen seien junge Menschen bisher nicht ausreichend und rechtzeitig berücksichtigt worden.

Das Kinderhilfswerk hat auch Kinder und Jugendliche zu ihrer Meinung befragt. Erwachsene haben an der Umfrage auch teilgenommen. Am Freitag stellte das Kinderhilfswerk die Ergebnisse dieses Kinderreports vor.

Das große Thema in diesem Jahr lautet: Generationsgerechtigkeit. Damit ist gemeint, dass alle Menschen, die jetzt gerade Kinder sind, als Erwachsene genauso gut auf dieser Welt leben können, wie ihre Eltern. Bei Entscheidungen in der Politik müsse das bedacht werden, sagt der Präsident des Kinderhilfswerks. Schließlich hat das, was Erwachsene heute tun, Auswirkungen auf die Zukunft. Kinder müssen damit noch am längsten leben.

Deswegen müsse mehr Geld in die Zukunft gesteckt werden, finden die Befragten. Es solle zum Beispiel mehr Geld für bessere Schulgebäude und digitale Medien ausgegeben werden. Das gelte auch für den Schutz von Umwelt und Klima. Hier ginge es schließlich nicht nur um die Zukunft von uns Menschen, sondern ebenso um die unseres Planeten. Um die Politik daran zu erinnern, gehen Aktivistinnen und Aktivisten von „Fridays for Future“ regelmäßig auf die Straße. Die befragten Kinder und Jugendlichen würden aber gerne mehr mitentscheiden, heißt es im Report. Sie finden zum Beispiel die Idee gut, Kinderparlamente in Städten und Gemeinden zu bilden. Oder zumindest einen Beirat, in dem auch Kinder sitzen. Eine andere Idee wäre, Beauftragte neue Gesetze auf Kinderfreundlichkeit überprüfen zu lassen. So könne sichergestellt werden, dass die Politik generationsgerecht ist. dpa

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