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„Für Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit“ Der 225. Jahrestag des Sturms auf die Bastille wird gefeiert

05.07.2014 00:00, Von Stefanie Paul — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Der König von Frankreich macht, was er will. Dass es seinem Volk sehr schlecht geht, interessiert ihn anscheinend nicht. Die Menschen aber sind stinksauer und wollen, dass sich etwas ändert. Deshalb stürmen sie eine große Burg in der Stadt Paris. Das war vor 225 Jahren.

Das Foto zeigt die Place de la Bastille in Paris, Frankreich. Dort, wo früher einmal die Bastille stand, gibt es heute einen großen Platz mit einer riesigen Säule darauf.
Das Foto zeigt die Place de la Bastille in Paris, Frankreich. Dort, wo früher einmal die Bastille stand, gibt es heute einen großen Platz mit einer riesigen Säule darauf.

KÖLN. Komm, wir reisen in die Vergangenheit! Nächster Halt: Frankreich. Wir schreiben das Jahr 1789. Die Stimmung im Land ist schlecht. Die Menschen sind unzufrieden. Viele sind sogar richtig wütend. Denn viele Leute sind sehr arm und haben nicht genug zu essen.

Andere dagegen leben in Saus und Braus, wie zum Beispiel der König von Frankreich. Er besitzt alle Macht. Er allein erlässt die Gesetze. Er verteilt die wichtigen Posten. Er legt die Abgaben fest, die das Volk zahlen muss. Er entscheidet über Krieg und Frieden.

Doch der König hat ein riesiges Problem: Sein Land ist so gut wie pleite und hat kaum noch Geld. Doch wie lässt sich das Problem lösen? Dem König fällt wenig ein.

Das macht die Menschen noch wütender. Sie wollen im Land etwas verändern. Sie wollen besser behandelt werden und mehr Rechte haben. In der Stadt Paris zum Beispiel kommt es immer wieder zu Unruhen. Die Menschen gehen auf die Straße und protestieren. Der König schickt daraufhin seine Soldaten in die Nähe der Stadt. Außerdem tut er noch etwas ziemlich Dummes: Er entlässt seinen Finanzminister. Dabei ist dieser beim Volk total beliebt. Die Lage wird also noch angespannter.

Dann kommt der 14. Juli. Die Bürger ziehen los und besorgen sich Waffen. Mit diesen laufen sie zur Bastille (gesprochen: Bastie), einer großen Burg in der Stadt Paris. Die Bastille wird damals als Gefängnis genutzt. Es sitzen aber nur noch sieben Gefangene in den Zellen.

Trotzdem hat die Bastille für die Menschen eine besondere Bedeutung: Sie ist ein Zeichen für die Allein-Herrschaft des Königs – und für die Unterdrückung des Volkes. Deshalb ist sie bei den Bürgern so verhasst. Wer die Bastille angreift, greift sozusagen auch den König an!

In der Burg sind nicht nur Gefangene. Dort lagert auch jede Menge Munition für Waffen – und diese wollen die Bürger plündern. Der Kommandant der Bastille lässt auf die Menschen schießen. Viele verlieren ihr Leben. Die Aufständischen ziehen ab. Sie besorgen sich bessere Waffen und Kanonen.

So ausgerüstet kehren sie zurück und der eigentliche Sturm auf die Bastille beginnt. Der Kommandant ergibt sich und das Volk nimmt die Burg in Besitz. Der König muss erkennen, dass er keine Chance hat. Er zieht seine Soldaten ab und setzt den Finanzminister wieder ein.

Das Volk hat den König zum ersten Mal in die Knie gezwungen. Deshalb ist der Sturm auf die Bastille für viele Menschen der Beginn einer besonderen Zeit, der Französischen Revolution.

Damals veränderte sich der Staat total. Am Ende der Französischen Revolution gab es keinen König mehr. Das Volk hatte gesiegt. Und auch andere Herrscher in Europa zitterten um ihre Macht.

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