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Paulas Nachrichten

Für diese Musik braucht man Neugier

21.03.2020 05:30, Von Doreen Garud — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Aus alten Instrumenten erklingen neue ungewohnte Töne

Die Geige krächzt, quietscht und klingt wie ein erwürgter Frosch. Was ist das bloß für eine Musik? In manchen Konzertsälen spielen die Orchester moderne Stücke. Wer dort hingeht, wird überrascht.

Deutsches Symphonie-Orchester Berlin mit Carolin Widmann, Violine, und Johannes Kalitzke, Leitung. Klopfen, zupfen oder quietschen: Das ist bei der Musik der Gegenwart ganz normal.  Foto: Simon Detel/ Deutschlandfunk/dpa
Deutsches Symphonie-Orchester Berlin mit Carolin Widmann, Violine, und Johannes Kalitzke, Leitung. Klopfen, zupfen oder quietschen: Das ist bei der Musik der Gegenwart ganz normal. Foto: Simon Detel/ Deutschlandfunk/dpa

BERLIN. Zuerst streicht die Geigerin mit ihrem Bogen über die Seitenwand der Geige. Zu hören ist dieses Geräusch kaum. Dann klopft sie mit dem Bogen auf die Saiten. Ihr Rhythmus wird von den anderen Musikerinnen und Musikern des Symphonie-Orchesters aufgegriffen. Und dann singt die Geigerin auch noch Töne dazu.

Wie klassische Orchester-Musik etwa von berühmten Komponisten wie Mozart oder Beethoven hört sich das überhaupt nicht an.

Moderne Musik ist anders

Ist es auch nicht! Diese Art von Musik nennt man Musik der Gegenwart. Geschrieben wurde das Musikstück mit dem Namen „Violinkonzert Nr. 2“ vor zwei Jahren, und zwar von dem Komponisten Jörg Widmann. Als es neulich in der Hauptstadt Berlin aufgeführt wurde, spielte die Schwester des Komponisten die Geige: Carolin Widmann.

In dem Stück ergründe sie nach und nach das Holz ihrer Geige, erzählt Frau Widmann. „Ich lerne sie kennen. Und sie beginnt, ganz langsam sich selbst zu finden und dann zu sprechen, bis endlich ein Ton rauskommt.“

Auch mit den ersten Tönen entsteht in dem Stück nicht gleich eine Melodie. Die Geigerin streicht schiefe Töne, sie krächzt und quietscht auch mal. Und sie zupft die Saiten mit den Fingern.

„Geräusche sind für mich auch absolut Musik“, sagt Carolin Widmann. Ihr macht es Spaß, mit ihrem Instrument zu experimentieren. Dabei klopft sie auch mal mit den Fingern auf dem Holz der Geige. Oder sie streicht mit dem Bogen über die Holzwirbel und den Steg. „Es gibt einen tollen Effekt: Wenn man hinten auf dem Geigenrücken den Bogen mit starkem Druck dreht, dann macht das so ‘qu-ack, qu-ack’. Als würde man einen Frosch erwürgen!“, scherzt sie.

Musik der Gegenwart nutzt die verschiedensten Möglichkeiten, die klassische Instrumente bieten. Außerdem tauchen darin auch mal elektrische Gitarren, Blockflöten, Saxofone und modernes Schlagzeug auf. Oft ertönen auch elektronische Klänge. Der Musikexperte Andreas Göbel sagt: „Diese Musik ist sehr offen – es gibt nichts, das dabei ausgeschlossen wird.“

Die Komponistinnen und Komponisten dieser Art von Musik hätten eine brennende Neugier, findet Herr Göbel. Manche von ihnen nehmen etwa Geräusche auf der Straße auf und spielen diese im Konzertsaal mit ab.

„Sie wollen nicht immer das hören, was sie schon seit vielen Jahren kennen“, sagt Herr Göbel. Und auch die Zuhörer wollten überrascht werden.

„Musik der Gegenwart kann sehr vieles sein: im Grunde genommen alles das, was man vorher noch nicht kannte.“

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