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Früchtchen für Freche: Hagebutten im Herbst

08.09.2010 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Aaah, das juckt! Hat euch schon mal jemand Hagebutten unter den Pulli gesteckt? Das ist kein Spaß. Aber die Juckerei ist nicht der einzige Grund, warum die roten Dinger spannend sind.

Manche Kinder bekommen leuchtende Augen, wenn sie Hagebutten sehen. Nicht weil sie die roten Dinger so lecker finden. Sondern weil sich Hagebutten für etwas anderes prima eignen – zum Piesacken! Denn in Hagebutten steckt Juckkram. Und der eine oder andere Schlingel steckt anderen das Zeug gern hinten in den Pulli . . . Das rutscht dann den Rücken runter und juckt. Und es ist gar nicht so leicht, die Plage fix wieder loszuwerden. Denn man kommt so schwer da hinten dran. Ganz schön fies. Zum Glück gibt es nicht so viele Schlingel. Sonst wäre gerade im Herbst wohl dauernd eine richtige Juckpulver-Schlacht im Gange. Denn im September und Oktober wachsen Hagebutten an vielen Wegen, Waldrändern und Zäunen – wie eine Art Hecke. Daher kommt vermutlich auch der Name. Das Wort Hagebutte setzt sich zusammen aus Hag – das bedeutet Hecke – und Butte. Das steht für Butzen oder Butz. Damit ist eine dicke, runde Gestalt gemeint, sagen einige Experten. Eine Hagebutte entsteht, wenn eine Wildrose verblüht ist – etwa eine Heckenrose oder auch Hundsrose. Die Rose blüht den ganzen Sommer über meist rosa oder weiß. Danach bildet sich dann aus dem Blütenboden eine Art fleischiger Fruchtknoten. Streng genommen ist die Hagebutte aber eine Scheinfrucht, weil das rote Ding nicht wirklich die Frucht der Wildrose ist. Die eigentlichen Früchte stecken im Inneren der Hagebutte und sehen aus wie Samen. Fachleute nennen diese Samen Nüsschen. Die Nüsschen sind sehr hart und etwa so groß wie die Kerne einer Paprika. Und sie sind auch der Grund für die gemeine Juckerei: Die Nüsschen sind mit feinen Härchen besetzt. An diesen Härchen sind winzige Häkchen. Die jucken auf der Haut.

Achtung: Einige Leute können allergisch darauf reagieren. Und dann ist das Ganze nicht nur ein kleiner, gemeiner Streich. Die Juckerei hört dann womöglich nicht so schnell wieder auf.

Ein Zweig mit reifen Hagebutten Foto: Ulrich Perrey

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