Paulas Nachrichten

Freundschaft statt Streiten

20.08.2009, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

„Im vergangenen Jahr haben wir uns oft furchtbar gestritten“, erzählt die 11-jährige Rozerin aus Hamburg. Vorsichtig guckt sie dabei zu ihrem Mitschüler Walandi. Der nickt stumm. Dann lächeln beide. Heute sind ihre schlimmen Streits glücklicherweise Vergangenheit.

„Ich fand ihn einfach doof“, erinnert sich Rozerin, „und war oft total wütend.“ Woher diese Wut kam, weiß sie heute gar nicht mehr so genau. „Es reichte ein blödes Wort, eine Kleinigkeit und ich bin aggressiv geworden.“

Walandi ließ die Angriffe aber nicht auf sich sitzen. „Ich habe mich gewehrt und schon war die Prügelei da“, sagt der Zwölfjährige. Gebessert hat sich das erst, als die beiden Schüler auf Klassenreise fuhren. „Da haben wir viel zusammen erlebt und uns besser kennengelernt“, sagt Rozerin.

Doch warum versteht man sich dann gleich besser? Der Streit-Fachmann Johannes M. Becker erklärt das so: „Wenn wir etwas zusammen erleben, entstehen Gemeinsamkeiten. Solche Gemeinsamkeiten schweißen zusammen. Streitigkeiten und Meinungsverschiedenheiten können dann viel besser gelöst werden.“

So war es auch bei Rozerin und Walandi. „Dicke Freunde sind wir zwar immer noch nicht“, sagt Walandi und lacht. „Aber wir können uns jetzt besser aus dem Weg gehen, wenn der eine sauer ist.“

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