Paulas Nachrichten

Frederike behauptet sich beim Eishockey gegen Jungs

04.05.2010, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Wer Ballett kann, ist beim Eishockey klar im Vorteil. Wie bitte? Was haben rosa Tütüs mit diesem harten Sport zu tun? Eigentlich gar nichts. Doch die junge Eishockey-Spielerin Frederike Trosdorff kann Spagat und das hilft ihr enorm: Sie kann damit nämlich so manchen Puck – so nennt man die Scheiben beim Eishockey – vom Tor fernhalten.

Die Zehnjährige ist Torhüterin. Frederike ist das einzige Mädchen in ihrer Schülermannschaft. Sie spielt für den Verein DEG in Düsseldorf in Nordrhein-Westfalen. Frederike trägt pinke Socken und hat glatte blonde Haare. Mit ihrer zierlichen Figur verschwindet sie fast unter ihrer riesigen Ausrüstung. Aber wenn sie dann wirklich alle dicken Schoner angelegt hat, wirkt sie unschlagbar. Und sie sagt den Jungs, wo es langgeht. „Eine große Klappe, die hab’ ich“, gibt Freddy ehrlich zu. „Das muss man aber auch, um die ganzen Jungs in den Griff zu bekommen.“

Während die Jungs gerade üben, geschickt einen Puck um Hindernisse zu bugsieren, trainiert Frederike mit zwei anderen Torhütern das Halten. Mit einem lauten Tock prallt der Puck gegen Frederikes Schläger. Tock, und schon wieder einer. Tock. Torwarttrainer Andreas Niemietz bombardiert Frederike heute richtig mit Pucks.

Mit riesigen Schonern an beiden Beinen und dem dicken Brustpanzer muss sie die Pucks möglichst geschickt abwehren. Mal mit ihrem Hockeyschläger, mal wirft sie sich einfach mit dem ganzen Oberkörper vor das Tor. Tock. Und wieder gehalten. „Wenn gar nichts mehr geht, kann ich immer noch Spagat machen und so den Puck halten“, sagt Frederike.

Frederike nennen hier alle nur kumpelhaft Freddy. So steht es auch auf ihrem schwarzen Trikot. Unter der dicken Schutzkleidung trägt sie ein T-Shirt, auf dem in großen Buchstaben „Eishockey Zicke“ steht. Das sollen die Jungs ruhig sehen, wenn sie sich mit ihnen in deren Kabine umzieht. Manchmal würden ihre Freundinnen in der Schule etwas komisch fragen, wie es denn wäre, sich neben so vielen Jungs umziehen zu müssen. „Ach, das merkt man gar nicht“, sagt sie.

Frederike Trosdorff beim Eishockey-Training Foto: Laura Schneider-Mombaur

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