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Frauen durften kein Fußball spielen

04.05.2011 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Lange durften Frauen Fußball nicht im Verein spielen. Der Deutsche Fußball-Bund fand, dass das nur was für Männer ist. Aber die Mädels bewiesen Ehrgeiz und machten ihr eigenes Ding – mit Erfolg. Am Ende hatten die Männer sogar ein bisschen Angst vor ihnen.

Das war ein ganz besonderes Fußballspiel, damals, vor mehr als 50 Jahren in Essen in Nordrhein-Westfalen. Im Jahr 1956 kickten zum ersten Mal deutsche Fußballerinnen in einem Länderspiel. In weißem Trikot, schwarzer Hose, mit Nationalhymne. Gegner waren die Niederlande. Mehr als 18 000 Menschen jubelten, als Lotti Beckmann die Kugel zum 1:0 in die Maschen drosch und Deutschland am Ende 2:1 gewann. Klingt nach einem Grund zu feiern.

Doch den DFB-Chefs war nicht nach Party zumute. Sie fanden nämlich, dass Frauen und Mädchen kein Fußball spielen sollten. Sie hatten allen Vereinen verboten, Frauen bolzen zu lassen. Das können nur Männer, fanden sie. Für Mädels ist das nix. Deswegen durften sich die Frauen beim Kick in Essen auch nicht „Nationalmannschaft“ nennen. Und als sie ein Jahr später zum zweiten Länderspiel in München auf den Platz liefen, schrieben die Männer vom DFB sogar einen bitterbösen Brief an die Stadt, damit sie keine weiteren Länderspiele der Mädels veranstaltet.

Doch die Frauen wollten sich nicht unterkriegen lassen und weiterkicken. Sie machten ihre eigenen kleinen Vereine auf – da konnten ihnen die Männer vom DFB nicht mehr reinreden. Einige Jahre später spielten schon fast 60 000 Frauen in Deutschland Fußball – und machten mächtig Druck auf den DFB. Irgendwann mussten die Männer aus dem Fußball-Verband schließlich einsehen, dass sie den Mädels das Kicken nicht auf Dauer verbieten konnten. Im Oktober 1970, also fast 15 Jahre nach dem ersten Länderspiel, war Schluss mit dem Verbot.

Das erste Fußball-Länderspiel der Damen 1956 in Essen Foto: Bernhard Frye

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