Paulas Nachrichten

Fische sind kein bisschen stumm

18.03.2009, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Von wegen „stumm wie ein Fisch“: Fische sind ganz schön gesprächig! Sie blubbern, klopfen, knarzen oder pfeifen, um sich mit anderen Fischen zu verständigen. „Fast alle Fische können Geräusche machen“, sagt der US-Forscher Andrew Bass.

Viele Fische machen Geräusche mit ihrer Schwimmblase. Das ist ein Sack voller Luft im Bauch der meisten Fische. Die Schwimmblase hilft ihnen, im Wasser aufzusteigen oder abzusinken. Will ein Fisch höher nach oben, pumpt er Luft in die Schwimmblase. Will er nach unten, lässt er Luft raus. Fische können ihre Schwimmblase auch in Schwingung versetzen. Dieses Wobbeln überträgt sich auf das Wasser in der Umgebung – und andere Fische können es als Geräusch wahrnehmen. Bei uns Menschen ist das ganz ähnlich: Wenn wir etwas sagen, schwingen unsere Stimmbänder. Diese Bewegung wird in der Luft übertragen und gelangt als Geräusch ins Ohr anderer Menschen.

Andrew Bass hat vor Kurzem eine besondere Entdeckung gemacht: Zum Sprechen benutzen Fische den gleichen Bereich im Gehirn wie wir Menschen. Und wie wohl alle Säugetiere, Vögel, Reptilien und Amphibien. Das weist darauf hin, dass die Fähigkeit, Geräusche zu machen, schon sehr alt ist. Es muss einen gemeinsamen Vorfahren all dieser Tiere gegeben haben, bei dem das „Sprechen“ erfunden wurde – und der es in den vielen Millionen Jahren darauf an all die neu entstehenden Tiergruppen weitergab. Fische sollen so ähnlich sprechen wie wir? Das klingt seltsam. Schließlich machen Fische ihre Geräusche ganz anders als andere Tiere. Menschen, Hunde, Pferde oder Vögel machen Geräusche meist mit Mund, Schnauze, Maul oder Schnabel – und nicht mit einer Schwimmblase. Aber die Muskeln, die die Schwingungen von Schwimmblasen bei Fischen oder Stimmbändern bei uns erzeugen – die werden eben vom gleichen Teil des Gehirns gesteuert, sagt Andrew Bass.

Wenn Fische die ganze Zeit miteinander quasseln, warum halten wir sie dann überhaupt für stumm? „Zunächst einmal sieht man bei anderen Tieren gleich, dass sie Geräusche machen, weil sie dabei ihren Mund öffnen“, sagt Andrew Bass. „Bei Fischen kann man nicht sehen, ob sie Geräusche machen.“ Man braucht spezielle Unterwasser-Mikrofone, um sie zu hören. Einige wenige Fische sind allerdings auch richtig berühmt für den Lärm, den sie machen: Knurrhähne zum Beispiel knurren so laut, dass man sie sogar nach diesem Geräusch benannt hat.

Ein Clownfisch schwimmt durch eine Anemone. Clownfische sind doch nicht so stumm, wie man es von Fischen annimmt. Sie unterhalten sich mit knarrenden und zirpenden Geräuschen. Das haben Forscher festgestellt. Foto: Ahmad Yusni

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