Schwerpunkte

Paulas Nachrichten

Falsche Krebse

01.10.2021 05:30, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

SCHLESWIG. Ein weißer bis türkisfarbener Fleck auf seinen Scheren enttarnt ihn sofort: den Signalkrebs. Zu erkennen ist das Krustentier auch an seinem glatten Panzer. Wenn Fischer wie Jörg Nadler in Norddeutschland so einen Signalkrebs sehen, werden sie nervös.

Der Fischer Jörg Nadler zeigt einen gefangenen Signalkrebs. Die invasive Art stellt eine Gefahr für ihre geschützten einheimischen Verwandten dar. Signalkrebse bedrohen einheimische Edelkrebse.  Foto: Markus Scholz/dpa
Der Fischer Jörg Nadler zeigt einen gefangenen Signalkrebs. Die invasive Art stellt eine Gefahr für ihre geschützten einheimischen Verwandten dar. Signalkrebse bedrohen einheimische Edelkrebse. Foto: Markus Scholz/dpa

Der Grund: Normalerweise tummelt sich diese Krebsart in Nordamerika. Vor vielen Jahren wurden diese Krustentiere jedoch bei uns in Flüssen und Seen angesiedelt. Denn wegen einer Krankheit waren die einheimischen Edelkrebse fast ganz verschwunden. Die Krebse aus Amerika sollten diese ersetzen.

Inzwischen kommen aber die Signalkrebse so häufig vor, dass sie die heimischen Edelkrebse noch mehr verdrängen. Deshalb sind Handel, Zucht und Transport von Signalkrebsen nun verboten. Das soll ihre Ausbreitung verhindern und helfen, die heimischen Tiere zu schützen. dpa

Paulas Nachrichten